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Ausgewählte Ausgabe: 06-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Bionische Profilierung begeisterte Besucher

Ziehl-Abegg hat auf der ISH die Bionik in den Fokus vieler Besucher gerückt. Dieses Mal hatte ein Meeressäuger Pate für die Neuentwicklung eines Ventilators gestanden. Daher war in den großen Messestand auch ein kleines Kino zum „Whale Watching“ integriert, zur Eröffnung sprach Wal-Forscher Dr. Karsten Brensing.


Ziehl-Abegg setzt beim neuen Radialventilator ZAbluefin bionische Erkenntnisse von Buckelwalen um, was Spitzenwirkungsgrade ermöglicht. Der Walforscher Dr. Kasten Brensing (links) und Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl sprachen bei der Eröffnung der ISH in Frankfurt

Ziehl-Abegg setzt beim neuen Radialventilator ZAbluefin bionische Erkenntnisse von Buckelwalen um, was Spitzenwirkungsgrade ermöglicht. Der Walforscher Dr. Kasten Brensing (links) und Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl sprachen bei der Eröffnung der ISH in Frankfurt

Der Messestand ist immer wieder von Besuchern überflutet gewesen“, freute sich Peter Fenkl, der Vorstandsvorsitzende von Ziehl-Abegg. Das Interesse galt besonders dem neuartigen Ventilator ZAbluefin, der eine Effizienzsteigerung bis zu 15 % ermöglicht. Die Entwickler untersuchten Körperbau und Merkmale des Buckelwals, um Elemente auf das neue Radiallaufrad ZAvblue zu übertragen. Daher sprach zum Messeauftakt bei Ziehl-Abegg der Meeresbiologe Dr. Karsten Brensing. Der ausgewiesene Fachmann in Sachen Wale erklärte den Besuchern, wie die 30 Tonnen schweren Meeressäuger leben und jagen – und dabei auf große Wendigkeit angewiesen sind. Auch um mehrere Tausend Kilometer lange Wanderungen mit möglichst wenig Energieaufwand absolvieren zu können, hat die Evolution den Körper der Tiere für die Fortbewegung im Wasser optimiert.
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Die in Millionen von Jahren strömungstechnisch optimierten Brustflossen der Buckelwale sind Vorbild für die neue Ventilatorgeneration bei Ziehl-Abegg

Vorstandschef Fenkl verdeutlichte, welche Elemente vom Buckelwal sich im Radiallaufrad ZAvblue wiederfinden: So weist die Vorderkante der Ventilatorschaufel ein gewelltes Profil auf – das ist den golfballgroßen Beulen (Fachbegriff: Tuberkel) des Wals an seinen Flossen nachempfunden. Dadurch werden große Verwirbelungen vermieden, was sowohl Strömungsverluste als auch Geräusch reduziert. Auch bei der Hinterflosse des Wales, der „Fluke“, haben die Strömungstechniker genauer hingeschaut. Die V-förmige Kontur des hinteren Flügelabschnitts verzögert mögliche Strömungsabrisse – was den Ventilator für viele unterschiedliche Druckbereiche einsetzbar macht. Von diesen bionischen Erkenntnissen profitiert nun bei Ziehl-Abegg die neueste Ventilatorgeneration im Radialbereich bei Baugrößen ab 710 mm.

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