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Ausgewählte Ausgabe: 05-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Intersolar Europe 2017: Energieversorgung der Zukunft

Vom 31. Mai bis 2. Juni 2017 trifft sich die internationale Solar- und Energiespeicherbranche auf der Messe München. Nationale und internationale Aussteller präsentieren Technologien und Innovationen aus den Bereichen Photovoltaik, Energiespeicher und Regenerative Wärme sowie Produkte und Lösungen für Smart Renewable Energy und Elektromobilität.


Rund 43 000 Besucher kamen 2016 zur Intersolar Europe und zur ESS Europe. Auch in diesem Jahr werden ähnliche Besucherzahlen erwartet

Rund 43 000 Besucher kamen 2016 zur Intersolar Europe und zur ESS Europe. Auch in diesem Jahr werden ähnliche Besucherzahlen erwartet

Die Intersolar Europe ist die weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft und ihre Partner. Die Messe begleitet ein umfangreiches Rahmenprogramm: Zu den Highlights in diesem Jahr zählen die Sonderschau Smart Renewable Energy, ein Französisch-Deutsches Networking-Event oder der Intersolar AWARD, der sein 10. Jubiläum feiert. Darüber hinaus bietet die Intersolar Europe Conference (30. bis 31. Mai) ein breites Themenspektrum, für das erstmals der neue Chairman Dr. Pierre-Jean Alet verantwortlich zeichnet. Die Conference vertieft ausgewählte Themen der Messe und beleuchtet dabei vor allem internationale Märkte, Finanzierung und zukunftsweisende Technologien. Veranstalter der Intersolar Europe sind die Solar Promotion GmbH, Pforzheim und die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM).

Intelligent verknüpft

Die dezentrale Energieerzeugung und vor allem die intelligente Integration und das Management der erneuerbaren Energien gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Intersolar Europe widmet sich dem Thema in der Sonderschau „Smart Renewable Energy“ in Halle B2, Stand 140. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zeigt zusammen mit den Projektpartnern der Helmholtz-Gemeinschaft, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie dem Forschungszentrum Jülich (FZJ), wie durch neue Ansätze und Technologien das Energiesystem der Zukunft gestaltet werden kann. Mit ihrer neuen, vom Bund und vom Land Baden-Württemberg geförderten Infrastrukturplattform Energy Lab 2.0, erforschen sie das komplexe Zusammenspiel der Komponenten künftiger Energiesysteme. Als „Reallabor“ und Simulationsplattform erprobt das Energy Lab 2.0 neue Ansätze zur Inte-gration unterschiedlichster Technologien in das Energiesystem. Die Forscher widmen sich unter anderem der Fragestellung, wie unterschiedliche Speichertechnologien mit der Erzeugung und dem Verbrauch von Strom verknüpft werden können. Damit verbunden ist die Frage, wie das hierfür benötigte Informations- und Datennetz gestaltet werden muss. Dafür werden in Europa erstmals größere Versuchsanlagen zur Erzeugung erneuerbarer elektrischer Energie, zur Speicherung und Umwandlung in Gas, Kraftstoffe und Wärme sowie zur Rückverstromung chemischer Energieträger in einem Anlagenverbund miteinander vernetzt.
Das Herzstück des Energy Lab 2.0 ist das „Smart Energy System Simulation and Control Center“. Hier laufen die Daten aus dem Anlagenverbund zusammen, werden analysiert, gespeichert und für Simulationen genutzt. „Die Veränderungen in der Energiewelt erfordern auch eine neue Netzarchitektur und informationstechnische Ansätze, um die verschiedenen Akteure intelligent verknüpfen und steuern zu können. Mit dem Energy Lab 2.0 werden wir diese Fragestellungen in den kommenden Jahren umfassend untersuchen.

Urbane Energiewende

Von der Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach profitieren derzeit hauptsächlich Hauseigentümer. Neue Modelle sehen jedoch vor, dass auch Mieter großflächig am Direktstromkonzept und somit an der urbanen Energiewende beteiligt werden. Deshalb spricht die Intersolar Europe das Thema in diesem Jahr gezielt an. Vor allem in städtischen Gebieten wird dem Photovoltaik (PV)-Ausbau ein großes Potenzial vorausgesagt, das bislang wegen fehlender Rahmenbedingungen und unbeantworteter Fragen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit von Mieterstrom noch nicht ausgeschöpft werden konnte. Die Entwicklung von Geschäftsmodellen für Mieterstromprojekte nimmt aber immer mehr Fahrt auf.
Laut einer Studie, die das BMWi, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, in Auftrag gegeben hat, könnten 3,8 Mio. Wohnungen mit Mieterstrom versorgt werden. Auch der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) geht davon aus, dass drei bis vier Millionen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und gewerblichen Mehrparteienobjekten für Mieterstromprojekte genutzt und mittelfristig pro Jahr rund 4 Mrd. kWh für den Vorortverbrauch produziert werden könnten. Das Marktpotenzial von Mieterstrom mit PV-Anlagen ist demnach immens, vor allem, weil es bisher wenig erschlossen ist.

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EES Europe

Europas größte Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme, die ees Europe, wird auch 2017 von einem umfangreichen Rahmenprogramm flankiert. Sie findet parallel zur Intersolar vom 31. Mai bis 02. Juni auf der Messe München statt. Höhepunkte der messebegleitenden Veranstaltungen sind die ees Europe Conference, eine Sonderschau zum Thema Elektromobilität sowie der ees AWARD, der wegweisende Produkte und Lösungen für die stationäre und mobile Energiespeicherung auszeichnet.
Der Energiespeichermarkt ist in Bewegung. Batterien und Energiespeichersysteme sind dank innovativer Technologien zunehmend in der Lage, große Mengen Energie aus erneuerbaren Quellen zu speichern. Das Potenzial, Strom aus Photovoltaik zu speichern oder zu verteilen, ist noch lange nicht ausgeschöpft und für den Markt öffnen sich, beispielsweise mit mobilen Speichersystemen, immer neue Möglichkeiten. Die Messe selbst belegt mit ihrem erneuten Ausstellerrekord, dass der Markt boomt: 2017 werden 270 Unternehmen auf 17 500 m² erwartet, zusammen mit der Intersolar Europe werden mehr als 400 der rund 1 200 Aussteller Energiespeichertechnik zeigen. Die Gründe für die rasante Marktentwicklung sind vielfältig. „Die Treiber für Energiespeicher sind vor allem ökologischer, ökonomischer und gesellschaftspolitischer Natur, denn sie schonen endliche Ressourcen, ermöglichen die flexible Nutzung erneuerbarer Energien und gewährleisten eine hohe Versorgungssicherheit“, erklärt Markus Hoehner, Gründer und Geschäftsführer der International Battery and Energy Storage Alliance (IBESA), die dieses Jahr bereits zum vierten Mal Partner des ees Forums ist.

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