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Ausgewählte Ausgabe: 04-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Innovatives Fluchtleitsystem für Zukunftsforscher

Flucht- und Rettungsmarkierungen sorgen im Notfall für Orientierung. Bodennahe Leitsysteme erhöhen die Sicherheit bei besonders starker Rauchentwicklung. Denn wenn sich im Brandfall dichte Rauchschwaden entwickeln, zieht der Rauch nach oben und es sind nur noch die Fluchtwegmarkierungen auf dem Boden sichtbar. Insbesondere in Gebäuden, in denen viele wechselnde Besucher unterwegs sind, die sich üblicherweise nicht im Haus auskennen, müssen Leitmarkierungen auch bei Stromausfall deutlich zu sehen und erkennbar sein.


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Wendelstein 7-X ist die weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator. Ihre Aufgabe ist es, die Kraftwerkseignung dieses Bautyps zu untersuchen

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Langnachleuchtende Markierungen mit Richtungspfeile weisen die Menschen im Brandfall aus dem Gebäudekomplex

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Bei Dunkelheit geben die Markierungen gespeicherte Energie über einen langen Zeitraum wieder ab

Im Greifswalder Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) werden die Grundlagen für ein Kraftwerk erforscht , das – vergleichbar der Sonnenenergie – mithilfe von Fusionsmaschinen Energie aus der Verschmelzung von Atomkernen gewinnen kann. So beschwerlich den Forschern bisweilen die Entwicklungsschritte auf dem Weg zu einem Fusionskraftwerk vorkommen werden, so eindeutig ist der Fluchtweg aus dem Ort, an dem die Maschine zur Erforschung des „Sonnenfeuers“ steht (Bild 1). Sollte es in der großen Experimenthalle brennen, weisen nunmehr langnachleuchtende Markierungen in Form von Kreisen mit Richtungspfeil (Bild 2) die Menschen aus dem Gebäudekomplex. Die Markierungen sind stromunabhängig, da das langnachleuchtende Material das Umgebungslicht speichert und die gespeicherte Energie bei Dunkelheit über einen langen Zeitraum wieder abgibt (Bild 3). Installiert wurde das Leitsystem von der P.E.R. Flucht- und Rettungsleitsysteme GmbH. „Der Gesetzgeber schreibt für öffentliche Gebäude eine Brandschutzverordnung vor“, so Detlef Wieseler, Abteilung Zentrale Sicherheit vom IPP. „Wir wollten unsere Brandschutzmaßnahmen optimieren und haben uns im Rahmen der Recherche schnell auf die P.E.R. GmbH fokussiert.“

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Autoren

M.A. Eva Günzler

Jahrgang 1979, hat Kommunikationswissenschaften an der RWTH Aachen studiert und arbeitet als freie IT-Journalistin für Wordfinder Ltd. & Co. KG, Schenefeld.

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