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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Metallarbeiter wollen nicht im Nebel stehen

Die Hallenlüftung sowie spezielle Ölnebelabscheider auf den spanenden Werkzeugmaschinen halten die Werkhalle sauber und beseitigen auch feinste Verunreinigungen wie Aerosole, Rauch und Dämpfe. Spezialisierte TGA-Unternehmen haben hier ein lukratives Geschäftsfeld entdeckt; es könnten freilich mehr sein. Ein Statusbericht.


Rutschiger Boden, fettige Maschinen, verölte Fenster und schwarze Decke – so sah die mechanische Werkstatt von gestern aus. Öl- und Emulsionsnebel, die bei der Zerspanung und Umformung von Metall frei werden, konnten sich in der Halle ungehindert ausbreiten. Die geruchsbeladene und dunsterfüllte Luft bedrohte die Gesundheit der Mitarbeiter. Solche Zustände sind heute undenkbar.
Längst haben Gesetzgeber und Berufsgenossenschaften der metallverarbeitenden Industrie strenge Grenzwerte für luftgetragene Schadstoffe am Arbeitsplatz aufgelegt. Hauptsächlich feine Öltröpfchen im Nanobereich gefährden die Gesundheit, weil sie über die Lunge direkt in das Blut gelangen. Als mögliche Folgeschäden nennt die Arbeitsmedizin toxische, allergische, neurale, krebserzeugende und erbgutverändernde Effekte. Dagegen hat der menschliche Körper keinen Schutzmechanismus. Hier liegt eine interessante Herausforderung für TGA-Planer und -Anlagenbauer. Welche Lösungsmöglichkeiten bieten sich an?

Bild 1 Kompaktabscheider auf einem Fräszentrum

Bild 1
Kompaktabscheider auf einem Fräszentrum


Die Schadstoffkonzentration in der Halle abzubauen ist in erster Linie die Aufgabe von ausgeklügelten Öl- und Emulsionsnebelabscheidern, die oft direkt auf den – meist gekapselten – Werkzeugmaschinen aufgesetzt werden (Bild 1). Sie haben mehrere hintereinandergeschaltete Abscheidestufen und entfernen in der Regel über 99 % der emittierten Aerosole, Dämpfe, Feinstäube und Rauch. Die einzelnen Stufen werden auf die jeweilige Maschine abgestimmt. Ändert sich die Kühlschmierstoff-Strategie, wird beispielsweise von Öl auf Emulsion umgestellt, lässt sich der Luftreiniger mit abgestimmten Abscheideelementen bestücken.

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Autoren

Dipl.-Ing. Peter Göhringer

Freier Fachjournalist, Wissenbourg/Frankreich

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