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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Trinkwassergüte per Hygienespülung sichern

In häuslichen und gewerblich genutzten Trinkwasser-Installationen gibt es immer mehr Entnahmestellen, die nach DIN EN 1717 gegen Flüssigkeiten der Kategorie 5 abgesichert werden müssen. Dazu zählen beispielsweise Zapfstellen zum Waschen von Früchten und Gemüse in Lebensmittel-Betrieben, festinstallierte Reinigungsgeräte und Maschinen in der Industrie oder die Gartenbewässerungsanlage vom Eigenheim.


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Sicherheitstrennstationen vom Typ DehoustConnect verhindern nicht nur normgerecht die Rückverkeimung der Trinkwasserverteilung, sondern können zudem automatische Hygienespülungen auslösen, um vor Verkeimungen durch Stagnationswasser zu schützen

Die Gefahr der Rückverkeimung in das Trinkwassernetz unterbinden beispielsweise Sicherheitstrennstationen der Reihe DehoustConnect. Durch die erweiterte, frei programmierbare Steuerung können diese Trennstationen nun auch als automatischer Verbraucher die Trinkwasserverteilung mit Hygienespülungen vor stagnationsbedingter Verkeimung schützen.
Sicherheitstrennstationen des Typs Connect wurden originär für die normgerechte Absicherung von Entnahmestellen mit größeren Volumina entwickelt (Bild 1). Durch den freien Auslauf (DIN EN 1717: Typ AB) schützen die Trennstationen die Trinkwasser-Installation über einen zwischengeschalteten Vorlagebehälter zuverlässig vor Beeinträchtigung durch rückfließendes Schmutzwasser, das möglicherweise mikrobielle oder viruelle Erreger übertragbarer Krankheiten (DIN EN 1717: Flüssigkeitskategorie 5) enthält. Vor allem unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten werden solche Installationen jetzt noch interessanter: Mit der neuen Steuerung DehoustConnect können die Sicherheitstrennstationen gleichzeitig für Hygienespülungen zum Schutz vor Stagnation genutzt werden.

Spülintervall frei programmierbar

Ein automatisierter Wasseraustausch in Trinkwasser-Installationen ist immer dann notwendig, wenn der bestimmungsgemäße Betrieb durch Nutzungsunterbrechungen gestört wird. Dann stagniert das Trinkwasser im betroffenen Rohrleitungsnetz und erreicht sehr schnell ein Temperaturniveau, auf dem es in kürzester Zeit verkeimt.
Um das zu verhindern, muss gemäß DIN EN 806–5 spätestens nach sieben Tagen ein vollständiger Wasseraustausch erfolgen. Hygieniker bevorzugen jedoch die VDI/DVGW-Richtlinie 6023, die einen vollständigen Wasseraustausch nach spätestens drei Tagen, also 72 Stunden vorsieht. Typische Stellen in der Trinkwasserverteilung, die dem entgegenstehen, sind zum Beispiel unregelmäßig genutzte Duschen in der Umkleide eines Betriebes. Wird jedoch im Versorgungsstrang selten genutzter Entnahmestellen des Trinkwassernetzes die Sicherheitstrennstation DehoustConnect angeschlossen, kann sie gleichzeitig als automatischer Verbraucher fungieren.
Abgestimmt auf das jeweilige Verkeimungsrisiko vor Ort, ermöglicht die neue Steuerung (Bild 2) von Dehoust frei programmierbare Spülintervalle zwischen 24 Stunden und 7 Tagen. Je nach Ausstattung der Sicherheitstrennstation wird dann entweder nur das vorgelagerte Rohrleitungsnetz oder mittels der Zusatzfunktion Auto-Drain der gesamte Vorlagebehälter entleert. Ein vollständiger Wasseraustausch ist so sichergestellt.

Bild 2 Über die Steuerung DehoustConnect kann mit wenigen Einstellungen die automatische Hygienespülung der vorgelagerten Trinkwasser-Installation programmiert werden

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Über die Steuerung DehoustConnect kann mit wenigen Einstellungen die automatische Hygienespülung der vorgelagerten Trinkwasser-Installation programmiert werden

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