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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Zukunftsfähige Hauswärmeversorgung im Spannungsfeld von Politik, Ökonomie und Ökologie

Der im November 2016 verabschiedete Klimaschutzplan enthält Reduktionspfade für eine weitgehende Treibhausgasneutralität bis 2050 in den Sektoren Energiewirtschaft, Verkehr, Industrie, Landwirtschaft und Gebäude. Über Zwischenschritte ist geplant den Primärenergiebedarf im Gebäudebereich gegenüber 2008 um 80 bis 95 % zu verringern. Das Ziel eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestandes bis 2050 ist nach heutigem Kenntnisstand nur durch eine Kombination aus Energieeffizienz und dem verstärktem Einsatz erneuerbarer Energien erreichbar. Die im Gebäudebereich involvierten Unternehmen werden sich einem erheblichem Veränderungs- und Anpassungsdruck stellen müssen.


Der weitere Anstieg der globalen Temperatur muss durch die deutliche Reduktion der Emissionen klimawirksamer Treibhausgase (THG) in die Atmosphäre verringert werden. Die Wirkzusammenhänge und Handlungsebenen sind umfassend beschrieben und die notwendigen Maßnahmen werden bereits sukzessive auf der Basis internationaler und abgeleiteter nationaler Programme realisiert.

Einführung und politische Handlungsfelder

Der im November 2016 verabschiedete Klimaschutzplan der Bundesregierung enthält Reduktionspfade für eine weitgehende Treibhausgasneutralität bis 2050 in den Sektoren Energiewirtschaft, Verkehr, Industrie, Landwirtschaft und Gebäude [1]. Im Gebäudebereich wird die „Klimaneutralität“ durch die schrittweise Weiterentwicklung der energetischen Standards für Neubau und im Bestand durch umfangreiche Sanierungen erreicht. Über Zwischenschritte ist geplant den Primärenergiebedarf im Gebäudebereich gegenüber 2008 um 80 bis 95 % zu verringern. Das Ziel eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestandes bis 2050 ist nach heutigem Kenntnisstand nur durch eine Kombination aus Energieeffizienz, also Energieeinsparung und dem verstärktem Einsatz erneuerbarer Energien erreichbar. Die massive Minderung des Primärenergiebedarfes von Gebäuden erfordert eine Mischung aus Endenergieverbrauchs-Einsparung sowie eine Substitution fossiler Energieträger im Bereich der Wärmeerzeugung.

Bild 1 Endenergieverbrauchsreduktion versus Dekarbonisierung gegenüber 2008 [2]

Bild 1
Endenergieverbrauchsreduktion versus Dekarbonisierung gegenüber 2008 [2]


Für die Steigerung der Energieeffizienz und dem Einsatz erneuerbarer Energien werden technische und wirtschaftliche Grenzen aufgezeigt. Die bereits im Bundeskabinett im November 2015 beschlossene Energieeffizienzstrategie Gebäude – Wege zu einem nahezu klimaneutralen Gebäudestand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie [2] beschreibt die notwendigen Maßnahmen und Schritte. Der resultierende Zielkorridor liegt bei 36 bis 54 % Energieeinsparung sowie einem Ausbau erneuerbarer Energien auf 57 bis 69 % im Gebäudebereich und wird in den Bilder 1 und 2 visualisiert.
Bild 2 Endenergieverbrauchsreduktion versus Dekarbonisierung gegenüber 2008 [2]

Bild 2
Endenergieverbrauchsreduktion versus Dekarbonisierung gegenüber 2008 [2]

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Autoren

Dipl.-Ing. Joachim Plate

freier Fachjournalist und Sachverständiger Akademie für Technische Kommunikation i.G., Wermelskirchen

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