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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Wärme nach Plan

Die Olbersdorfer Guss GmbH bei Zittau ist eine Kundengießerei mit ca. 120 Beschäftigten, die vorwiegend kleinstückige Gussteile in Einzel-, Serien- und Großserienfertigung herstellt. Warmes Wasser wird unter anderem im Sanitärbereich mit 20 Duschen für die Arbeiter benötigt. Hier bestand akuter Handlungsbedarf, um die in die Jahre gekommene Warmwasserbereitung zu modernisieren und energieeffizient zu gestalten.


Den Auftrag für die Modernisierung bekam die Firma Pfeifer (Heizung, Sanitär) aus Zittau. Aufgrund der erforderlichen Auslegung der Komponenten wie Pumpen, Wärmeerzeuger, Armaturen sowie der Komplexität der Anlagenhydraulik und der Regelungstechnik wurde das Ingenieurbüro Wärmeplan in Zeithain hinzugezogen, die Baubegleitung vor Ort oblag ebenfalls dem Büro.
Wenn für einen Duschraum als maximal notwendiges Fördervolumen bis zu 12 000 Liter warmes Wasser in der Stunde benötigt wird, ist eine intelligente Wärmeversorgung mit individuellen Lösungen gefragt. Die Ingenieure von Wärmeplan verfolgen bei jeder Modernisierung das Ziel, vorhandene Systeme und deren Funktionsweise zu optimieren, langlebige und energieeffiziente Komponenten einzusetzen und vorhandene Geräte weiter zu betreiben. Ein Konzept, das mit der neuen Wärmeversorgung in der Gießerei (Bild 1) beispielhaft umgesetzt wurde. Auch durch den Einsatz von besonders energieeffizienten Heizungsumwälzpumpen von Xylem, die genauso bei den anderen technischen Kriterien wie Regelbarkeit und Leistung punkten konnten.

Bild 1 Schweißtreibende Arbeit: 20 Duschen wurden in der Gießerei modernisiert

Bild 1
Schweißtreibende Arbeit: 20 Duschen wurden in der Gießerei modernisiert

Altzustand

Vor der Modernisierung erfolgte die Warmwasserversorgung der Duschen über drei 800 Liter-Warmwasserspeicher außerhalb des Heizraums, zuletzt waren jedoch nur noch zwei intakt. In das System erfolgt zudem die Einbindung der Abwärme von Druckluftverdichtern des Betriebes. Aufgrund der 100 langen Erdrohrleitung war eine hydraulische Entkopplung der zwei Pufferspeicher und des Rohrnetzes zwingend erforderlich, um während des Betriebs der Verdichter nicht das gesamte Pufferwasser über die Erdleitung zu fördern.

Maßnahmen

Zur Verbesserung der hygienischen Bedingungen der Brauchwassererwärmung wurde eine Frischwasserstation, ein sogenannter Plattenwärmeübertrager, mit 600 kW ausgelegt und installiert, um die Duschen mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser versorgen zu können. Die erforderliche Wärme für die Brauchwasserbereitung wird zwei 1000 Liter-Pufferspeichern entzogen. Diese stellen das Zentrum der Wärmeversorgung für das Gebäude dar. Als Wärmequellen steht, neben den Verdichtern, ein Gaskessel mit 160 kW zur Verfügung. Dadurch wurden die bestehenden Warmwasserspeicher überflüssig. Nun kommen die Xylem-Pumpen ins Spiel, genauer gesagt vier an der Zahl, unter anderem zwei Lowara ecocirc XL 32–100. Diese zeichnen sich, neben der Energieeffizienz, durch eine exakte Drehzahlregelung aus. Eine Pumpe fördert den Volumenstrom für den Gaskessel, die zweite kommt bei der Wärmerückgewinnung der Verdichter zum Einsatz, um die optimale Einschichtung der Abwärme sicher zu stellen.

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Autoren

 Dietmar Stump

freier Journalist

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