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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Neue Druckhaltung mit System im Heizwerk „Im Grund“

Seit Mitte der 1960er Jahre versorgt das Böblinger Heizwerk „Im Grund“, rund 20 km südwestlich von Stuttgart gelegen, die Häuser in den angrenzenden Wohngebieten mit Fernwärme. Mit der Modernisierung der Druckhaltung und der Entgasung wurde nun die Effizienz des Heizwerkes deutlich gesteigert.


Das Heizwerk „Im Grund“ nach der Modernisierung mit neuer Druckhaltung

Das Heizwerk „Im Grund“ nach der Modernisierung mit neuer Druckhaltung

Das Heizwerk „Im Grund“ ist eine feste Institution mit einer Feuerungswärmeleistung von 49 MW, die für wohltuende Wärme in den Gebäuden sorgt. Es besteht aus fünf Heißwasser-Großraumkesselanlagen, ausgelegt für eine Vorlauftemperatur bis 130 °C. Das Fernwärmenetz hat eine Trassenlänge von rund 43 km und einen Gesamtwasserinhalt mit Kesselanlagen von etwa 1 230 m³. Herausforderung an die Druckhaltepumpen: Sie müssen einen Systemdruck von 7,0 bar(ü) aufbauen und konstant halten. Bei Druckabweichungen von +/- 0,20 bar wird das Netzwasser bei steigendem Druck in die Ausgleichsbehälter überspeist oder bei fallendem Druck über die Druckhaltepumpen in das Fernwärmenetz eingespeist.
Jetzt standen die Zeichen auf technische Erneuerung, zumal die alte Druckhalteanlage damals offen konzipiert wurde – heißt: offen gegen die Atmosphäre, was eben diesen Sauerstoffeintrag bedeutet. Das halbe Jahrhundert Laufdauer machte sich mehr und mehr nachteilig bemerkbar. Die vier Nachspeisepumpen, von denen nur eine drehzahlgeregelt war, und die Regelventile hatten die Nutzungsdauer weit überschritten. Der hohe Wartungsaufwand wurde zu hoch. Zudem waren die Behälter für die Ausgleichsvolumen zu klein bemessen.

Aufwändige Deinstallationen um Platz zu schaffen

Druckhaltung und Entgasung mussten auf den neuesten Stand gebracht werden – ein Fall für das Team Project Sales Reflex Winkelmann GmbH, die mit der Lieferung und Inbetriebnahme einer neuen Sonderdruckhaltung und Sonderentgasung beauftragt wurde. Eine neue Druckhalteanlage mit Leistungsreserven auf heutigem technischem Standard, um im Heizwerk „Im Grund“ auch den künftig vorgesehenen Anlagenerweiterungen auf der Erzeuger- wie Abnehmerseite gerecht zu werden und die Versorgung der Menschen in der Region dauerhaft zu gewährleisten. Dazu galt es zunächst Platz zu schaffen. Ein Heizöltank mit 100 000 Litern Fassungsvermögen wurde fachgerecht demontiert und entsorgt. Die Sanierung ging Schritt für Schritt weiter: Ein neuer Fußboden, eine neue Fassade, diverse Durchbrüche.

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