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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Monetäre Einsparpotentiale am Beispiel des Heizkörperstellantriebs

Die Fähigkeiten moderner Heizkörperstellantriebe gehen bereits seit geraumer Zeit über die reine Temperaturregulierung des jeweiligen Heizkörpers hinaus. Mit Hilfe einer intelligenten Elektronik und der Vernetzung von Stellantrieb und weiteren Heizungskomponenten eröffnen moderne Stellantriebe diverse Möglichkeit Heizkosten zu sparen. Neben der Darstellung zwei der wichtigsten Heizungsregelverfahren soll in diesem Beitrag darauf aufmerksam gemacht werden, welche Aspekte einen funktionalen und technisch hochwertigen Stellantrieb ausmachen.


Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Arbeit sollen zwei der wichtigsten Heizungsregelverfahren erläutert und in Zusammenhang mit intelligenten Stellantrieben gebracht werden. Der hydraulische Abgleich und die Vorlauftemperaturadaption sind Verfahren der Heizungsreglung, die bis heute bei konventioneller Installation ein hohes Maß an Know-How und zudem technische, für den Laien nicht weiterführend brauchbare Produkte bedürfen. Die Einführung und Weiterentwicklung von Stellantrieben als Schnittstelle zwischen Heizkörper und Anwender, die einen Beitrag zur Durchführung der Verfahren leisten können, ist demnach nicht nur aus Sicht des Kunden eine lohnenswerte Richtung der Technik, sondern auch für den Installateur, dessen Arbeit durch den Einsatz innovativer Stellantriebe vereinfacht wird. Zudem erweitert das Angebot diverser Stellantriebe für den Installateur die Produktvielfalt, die man dem Kunden gegenüber präsentieren kann.
Die Leistungen die Heizkörperstellantriebe im Verlauf der Regelverfahren erbringen können variieren je nach Hersteller und Intelligenz der Hardware enorm. Aus diesem Grund folgt im Anschluss an die Vorstellung der Verfahren, der Vergleich einiger wichtiger Herstellerdaten auf die relevantesten Eigenschaften von Stellantrieben. Im gleichen Zuge soll auf noch ausbleibende Entwicklungspotenziale hingewiesen werden, die einer weiteren Marktpenetration von intelligenten Stellantrieben unter Umständen noch im Weg stehen.
In Summe ergibt sich dadurch eine Einführung in die technischen Potenziale von innovativen Stellantrieben und deren Relevanz in der zukünftigen Installation und Anwendung von Heizungssystemen.

Der hydraulische Abgleich

Der hydraulische Abgleich wird in Bestandsgebäuden durchgeführt, um die gleichmäßige Aufheizung aller Räume und die effiziente Nutzung der installierten Heizungsanlage und Heizkörper zu gewährleisten. Die ursprüngliche Problematik bedingt sich in der nicht an die jeweiligen Räume angepassten Verfügbarkeit von Wärme. Die hier anschließende schrittweise Erläuterung des hydraulischen Abgleichs dient zum Erlangen eines Grundverständnisses in der Thematik.

Stand der Technik

Die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs in wassergeführten Heizungsanlagen ist alleine auf Basis der technisch-physikalischen Eigenschaften der hydraulischen Anlage notwendig, um die jeweiligen Wärmeverbraucher mit der erforderlichen Heizwassermenge bzw. Wärmeleistung zu versorgen. Ein fehlender hydraulischer Abgleich verursacht bedingt eine Unter- oder Überversorgung der einzelnen Wärmeverbraucher (z. B. Räume). Während eine Unterversorgung durch nicht erreichbare Wohlfühltemperaturen ausschließlich zu einem verminderten Komfort führt, resultiert eine Überversorgung zudem auch in erhöhten Energieverlusten, die sowohl finanziell für die Anlagenbetreiber wie auch klimatechnisch möglichst zu vermeiden sind.

Bild 1 Schematische Dartellung einer hydraulisch nicht abgeglichenen Anlage

Bild 1
Schematische Dartellung einer hydraulisch nicht abgeglichenen Anlage


Die Bilder 1 und 2 verdeutlichen den Unterschied zwischen einer hydraulisch nicht abgeglichenen Anlage und einer Anlage in der durch den hydraulischen Abgleich eine Gleichverteilung des Wärmemediums erreicht wird.

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Autoren

Prof. Dr.-Ing. Peter Glösekötter

Jahrgang 1971, Institut für Energie und Prozesstechnik (IEP) an der FH Münster.

M. Eng. Michael Jüdiges

Jahrgang 1986, ist Geschäftsführer der Jüdiges Energie- und Gebäudetechnik GmbH und Bereichsleiter Vertrieb, Marketing und Service der iEXERGY GmbH, Münster.

M. Sc. Christopher Schwering

Jahrgang 1991, ist Projektingenieur TGA Planung bei der:agn Niederberghaus & Partner GmbH, Düsseldorf.

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