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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Flächenheizung und -kühlung

Um die Energiewende auch auf dem Wärmemarkt voranzubringen, stellt sich nicht nur die Frage nach energieeffizienten Wärmeerzeugern, sondern gleichfalls die Frage nach geeigneten Systemen für eine nachhaltige Wärmeübergabe, die nicht nur Wärme effizient einsetzen, sondern auch den mannigfachen Anforderungen in Neubau und Modernisierung entsprechen.


Bild 1 Sie sorgt für thermischen Komfort bei gleichzeitiger Energieeffizienz: Die Flächenheizung/-kühlung als Alternative zum klassischen Heizkörper

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Sie sorgt für thermischen Komfort bei gleichzeitiger Energieeffizienz: Die Flächenheizung/-kühlung als Alternative zum klassischen Heizkörper

Im Neubau sind die Systeme der Flächenheizung/-kühlung die dominierende Variante der Wärmeübergabe. Auch bei der Modernisierung setzen sich diese Systeme als Alternative zum klassischen Heizkörper mehr und mehr durch (Bild 1). Sie bieten eine Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten, werden mit deutlich niedrigeren Systemtemperaturen betrieben als herkömmliche Heizkörper und verfügen über eine optionale Zusatzfunktion: Heizen und Kühlen als „ 2-in-1“-Lösung.

Einführung

Entwicklung der Wärmeübergabe an den Raum

Vor mehr als hundert Jahren wurde bereits die wassergeführte Zentralheizungsanlage entwickelt, welche sich im 20. Jahrhundert durchsetzte und die gleichmäßige Beheizung von Räumen ermöglicht. Anfänglich waren sehr hohe Vorlauftemperaturen notwendig. Mit dieser Entwicklung gingen die verschiedenen Bauarten von Heizkörpersystemen einher. Ab den 1970er Jahren wurden die ersten Flächenheizungssysteme in Form von Fußbodenheizungen mit Kunststoffrohren entwickelt und angewandt.
Im Rahmen der Weiterentwicklung der Heizungsanlagenverordnung und durch die stetige Verbesserung der Wärmeschutzverordnung wurden immer niedrigere Vorlauftemperaturen (Systemtemperaturen) möglich. Dies hat sich in den 1990er Jahren auch in der Definition von Niedrigenergiehäusern etabliert. In dieser Zeit gewannen die Flächenheizungssysteme auch in der Nutzerakzeptanz eine immer größere Bedeutung. Durch den erhöhten Wärmekomfort und vermehrte systemische Einbindung erneuerbarer Energien (z. B. Solarthermie oder Wärmepumpe) wurde die Fußbodenheizung immer häufiger installiert. Mit dem Beginn unseres Jahrhunderts begannen sich andere Varianten der Flächenheizung wie die Decken- oder Wandheizung durchzusetzen.

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Autoren

 Frank Hartmann

Referent für Flächenheizung/-kühlung des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH).

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