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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Energieeinsparung dank Dunkelstrahler

Die WiMAG GmbH in Obernburg am Main ist ein typisch mittelständischer Betrieb, der seit über 190 Jahren hochwertige Baugeräte und Hebezeuge für den Straßen- und Kanalbau entwickelt und produziert. Vor rund zwei Jahren hat das Unternehmen angefangen, einen der größten Kostentreiber des Betriebs einer Frischekur zu unterziehen.


Ein besonderer Dorn im Auge war dem Geschäftsführer des Unternehmens die veraltete, ölbasierende, indirekte Warmluftheizung. In der ersten Sanierungsstufe sollte mit relativ geringen finanziellen Mitteln – im Gegensatz zu teuren Gebäudesanierungen – in eine neue Heizungslösung investiert werden, die die Energie und laufenden Kosten deutlich senken soll. Die Gebäudehülle aus den 20er Jahren des vorherigen Jahrhunderts blieb unberührt. Das neue Heizkonzept sollte die Stärken moderner Industrieheizungen nutzen und den physikalischen Nachteilen einer Luftheizung bei Raumhöhen von über 8 m entgegenwirken. Zudem verlange die ohnehin schon staubintensive Fertigung nach „stiller“ Raumluft ohne Zugerscheinungen.

Aus über 8 m Höhe heizen die Dunkelstrahler die Produktionshallen bei WiMAG. Die Geräte erfüllen heute bereits die kommende ErP-Richtlinien

Aus über 8 m Höhe heizen die Dunkelstrahler die Produktionshallen bei WiMAG. Die Geräte erfüllen heute bereits die kommende ErP-Richtlinien


Der örtliche Installateur schlug Infrarotstrahler vor und nach Sichtung von Referenzanlagen entschied sich das Unternehmen für Dunkelstrahler des deutschen Herstellers Schwank. Mit dem Vorteil, dass Dunkelstrahler ihre Wärme in Form von elektromagnetischen Wellen übertragen und nicht wie herkömmliche Systeme warme Luft erzeugen, entstehen keine teuren Warmluftpolster unterm Hallendach sondern die Wärme bleibt dort, wo sie gebraucht wird, im Aufenthaltsbereich der Mitarbeiter. Daraufhin wurde der Primärbrennstoff von Öl auf Erdgas umgestellt und die in die Jahre gekommene Luftheizung komplett abgeschaltet. Wo früher indirekt, ein großer Heizkessel die Warmlufterhitzer speiste, benötigt das Schwank-Heizsystem heute nur noch 13 Dunkelstrahler mit einer Gesamtleistung von 417 kW, um die drei großen Hallenschiffe (Bild) mit einer Fläche von 3 895 m² auf Idealtemperatur zu bringen.

Erfolg auf ganzer Linie

Man wollte ein modernes, zukunftsfähiges und energiesparendes Heizsystem, was, so das Unternehmen, auch gelungen sei. Es konnte eine Energieeinsparung von 42 % festgestellt werden, was auf der Habenseite jährlich in etwa mit 16 000,- Euro zu Gute kommt. Die teuren Instandhaltungskosten der Altanlage sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt. Das würde bedeuten, dass sich das Heizsystem alleine über die Heizkosten nach ca. drei Jahren amortisiert hat. Die Instandhaltungskosten pauschal mit eingerechnet und dem neu gewonnenem Heizkomfort mit einem Bonus versehen, rechnet die WiMAG mit einer Amortisationszeit unter drei Jahren. Ab dann verdienen die Dunkelstrahler bares Geld. Das Unternehmen konnte selbst bei dem lauen Winter über 40 % Energie einsparen und heizt heute wesentlich komfortabler. Mit dem Raumklima von früher ist das nicht mehr zu vergleichen. So werden keine Stäube mehr durch die Luft gepustet. Außerdem ist es jetzt auch an den Schweißplätzen, wo ständig Luft abgesaugt wird, warm und nirgends zieht es mehr. In der nächsten Sanierungsstufe tauscht WiMAG die konventionelle Hallenbeleuchtung gegen sparsame LEDStrahler und erneuert die Druckluftkompressoren.
www.schwank.de

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