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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Betrachtungen und Analysen zur Luft- und Wasserhygiene

Am 27. Januar 2017 trafen sich über 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Hotel Schweizerhof in Luzern, um die aktuellsten Erkenntnisse zur Luft- und Wasserhygiene zu erörtern. Die Hygienetagung hat damit zum vierten Mal den Stand der Technik beleuchtet und zeugt von der erfolgreichen Kooperation des SWKI und VDI. Einer der Höhepunkte war die Vorstellung des gerade erschienenen Gründrucks der VDI 6022 Blatt 1.


 Souverän führte Rüdiger Külpmann als Moderator durch die Tagung

Souverän führte Rüdiger Külpmann als Moderator durch die Tagung

Bereits in seinen einleitenden Worten hielt OK-Präsident Benno Zurfluh fest: „Das steigende Interesse von Seiten Bauherrschaften und dem Facility-Management bekräftigt uns darin, dass das Thema ‘Hygiene‘ immer wichtiger wird“. Tatsächlich sei die Tagung noch nie so früh ausgebucht gewesen. Diesen Faden spann David Burkhardt im direkten Anschluss weiter und analysierte die Frage, welche Qualifikationen das Instandhaltungspersonal aufweisen muss. Burkhardts Fazit: „Es ist nun die Aufgabe der einzelnen Branchenverbände, die Verbindung zwischen den europäischen Standards (EQR) und den nationalen Standards (NQR) zu schaffen“.

Lufthygiene

Das Stichwort „Lufthygiene“ löst oftmals als Reaktion aus: Aufpassen bei Luftbefeuchtung! Das beinahe 20-jährige BFE-Merkblatt wurde kürzlich erneuert [0]. Adrian Grossenbacher erläuterte das Merkblatt und hielt fest: „In den meisten Fällen ist die aktive Befeuchtung nicht notwendig“. Ist hingegen die Notwendigkeit der aktiven Befeuchtung nachgewiesen, so sollte diese korrekt erfolgen, vgl. [1].
Auf eine besondere Erfolgsgeschichte zum Thema Lufthygiene kann der VDI zurückblicken. Mit seiner Richtlinienreihe VDI 6022 prägt und dokumentiert er seit 1998 den Stand der Technik. Der Vorsitzende von Blatt 1, Andreas Winkens, stellte auf der Hygienetagung erstmalig den Gründruck der VDI 6022 Blatt 1 vor [2]. Viele praktische Erfahrungen und Entwicklungen seien mit Hilfe der Fachkollegen des SWKI im Rahmen dieser dritten Überarbeitung eingeflossen. Er hielt dabei nochmals explizit fest: „Ich erachte eine Erstinspektion für selbstverständlich“. Abklatschproben für die Beurteilung der Zuluft-Qualität zu verwenden, sei eine untaugliche Methode. „Luftmessungen bilden hier den Stand der Technik, das ist allgemein anerkannt“, so Winkens. Er rief eindringlich zur Einreichung von Stellungnahmen auf, was noch bis zum 30. April 2017 möglich ist [3].
Bereits 2013 wurde anlässlich der 2. Hygienetagung die Wichtigkeit der verwendeten Filterklasse für die Hygiene der RLT-Anlagen festgehalten [4]. Arnold Brunner, Obmann der SWKI VA101– 01 und Leiter des Richtlinienausschusses VDI 3803 Blatt 4, schuf mit seiner Einschätzung der neuen Prüfnorm [5] eine Basis des Verständnisses der neuen Begriffe. Die Auswirkungen der Ablösung der alten Prüfnorm [6] hat weitreichenden Einfluss auf die bestehenden Regelwerke. „Die Experten-Arbeitsgruppe Luftfiltration hat deshalb einen ‘Übersetzungsschlüssel‘ vorgeschlagen“, so Brunner, der aktiv daran mitgewirkt hat, mit den Kollegen vom VDI diesen Schlüssel zu erarbeiten [7].

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Autoren

 Stefan Mennel

SWKI

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