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Ausgewählte Ausgabe: 02-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Automatisierte Beseitigung von Legionellen und anderen Keimen

Nasskühltürme werden immer wieder als Quelle von gefährlichen Keimen identifiziert. Deshalb soll die Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 im ersten Quartal 2017 in ein verbindliches Gesetz umgewandelt werden. Unter anderem schreibt sie den kontrollierten Einsatz von wirksamen Desinfektionsverfahren vor.


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Die NADES 2.0-Generatoren, wie zum Beispiel der mCON-Generator, werden nach einer Vorabaufnahme den Bedürfnissen des Anwenders entsprechend konfiguriert und in der Nähe der Impfstelle installiert

Bakterien, die im Biofilm von Rückkühlanlagen vorkommen, bilden allerdings häufig Resistenzen gegen herkömmliche Desinfektionsmittel. „In Nasskühltürmen neigt der gesamte Prozessaufbau zur Biofilmbildung“, erklärt Matthias Schneegans, Techniker und VDI-Sachkundiger bei der aquagroup AG. Biofilme gewährleisten unter anderem ideale Bedingungen für das Wachstum von Legionella pneumophila und Pseudomonas aeruginosa, die eine ernste Gesundheitsgefährdung darstellen können. Legionellen können durch offene Verdunstungskühltürme oder Kühlkreisläufe in die Umgebungsluft gelangen und so als Aerosol eingeatmet werden. Die Folge sind schwere Lungenentzündungen mit möglicher Todesfolge.
Um dieses Gesundheitsrisiko zu senken, erklärt die VDI-Richtlinie 2047–2 daher: „Zur Minimierung der mikrobiellen Vermehrung und Verminderung der Biofilmbildung durch Hemmung, Inaktivierung oder Abtötung der Mikroorganismen können im Kreislaufwasser Biozide teils allein, teils in Kombination mit anderen Desinfektionsverfahren eingesetzt werden.“ Da die Regelungen künftig Teil einer Verordnung im Rahmen des Bundesimmissionsschutzgesetzes werden, wird die bisherige Praxis des unkontrollierten, gelegentlichen Einsatzes von Bioziden bald durch eine permanente Überwachung abgelöst. Dies macht die kontinuierliche Anwendung wirksamer Mittel notwendig. Allerdings bilden die im Biofilm vorkommenden Bakterien häufig Resistenzen gegen konventionelle Desinfektionsverfahren.
Die aquagroup AG bietet ein Biozid an, bei dem keine Resistenzbildung bekannt ist: Bei NADES 2.0 handelt es sich um Natriumhypochlorit auf Elektrolysebasis, das nachweislich über eine bakterizide bzw. fungizide Wirkung gegenüber Escherichia coli, Listeria monocytogenes, Salmonella entercia, Pseudomonas aeruginosa, Staphylococcus aureus, Enterococcus faecium, Candida albicans und Legionella spp. hat. Es reduziert den Biofilm in wasserführenden Systemen und verhindert dessen Neuaufbau, da durch die kontinuierliche Einspeisung von NADES 2.0 die extrazellulären polymeren Substanzen (EPS) des Biofilms abgebaut werden. Bei entsprechender Konzentration und Einwirkzeit kommt es schließlich zum Absterben des Mikroorganismus. Die Reduktion des Biofilms minimiert Stillstandszeiten, Reinigungs- sowie Wartungsaufwand.
Das Biozid wird am Ort des Verbrauchs durch eigens von aquagroup konstruierte Generatoren mittels speziellem Elektrolyseverfahren erzeugt und direkt verwendet. Der neu entwickelte mCON-Generator ist seit Anfang 2016 verfügbar und besteht aus einer Elektrolysezelle mit komplett automatisierter Steuerung und Soledosierpumpe.

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