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Ausgewählte Ausgabe: 02-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Trennung zwischen Primär- und Sekundärheizkreis

In einem Bebauungsgebiet in Magdeburg entstanden bis April 2016 15 Reihenhäuser, die mit einer dezentralen Wärme- und Frischwassertechnik für die Versorgung durch ein Nahwärmenetz ausgestattet sind. Dazu wurde in jedem Haus eine Wohnungsübergabestation installiert, die sowohl heizen als auch Warmwasser bereiten kann.


Bild 1 In einem Bebauungsgebiet im Magdeburger Stadtteil Neu Olvenstedt entstanden im Auftrag eines lokalen Schlüsselfertigbauers 15 Reihenhäuser, die mit einer dezentralen Wärme- und Frischwassertechnik für die Versorgung durch ein Nahwärmenetz ausgestattet sind

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In einem Bebauungsgebiet im Magdeburger Stadtteil Neu Olvenstedt entstanden im Auftrag eines lokalen Schlüsselfertigbauers 15 Reihenhäuser, die mit einer dezentralen Wärme- und Frischwassertechnik für die Versorgung durch ein Nahwärmenetz ausgestattet sind

Das Bauprojekt im Magdeburger Stadtteil Neu Olvenstedt umfasst 15 Reihenhäuser in zwei Blocks (Bild 1) sowie eine zentrale Versorgungsstelle. Dabei handelt es sich um ein Heizhaus, in dem ein Blockheizkraftwerk für die Grundlast und den Sommerbetrieb sowie eine Brennwerttherme für den zusätzlichen Betrieb im Winter und die Spitzenlast zuständig sind.

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In jedem Haus wurde eine Wohnungsübergabestation installiert, die sowohl heizen als auch Warmwasser bereiten kann

Durch das BHKW steht in den Neubauten jederzeit heißes Wasser zur Verfügung, so dass auch im Sommer die Warmwasserbereitung abgesichert ist. Für die Trinkwassererwärmung und die Heizfunktion wurde in jedem Gebäude eine Wohnungsübergabestation von Giacomini installiert, die eine Hausfläche von 100 m² versorgen kann (Bild 2). Das Netz des Heizwerks besteht insgesamt nur aus drei Leitungen; dem Vorlauf, dem Rücklauf und der Kaltwasser-Zuleitung. Auf dem gesamten Anwesen wurde die Heizleistung auf drei Kreise verteilt, an die jeweils vier beziehungsweise einmal sieben Wohnungsübergabestationen angeschlossen sind.

Parallel heizen und Warmwasser bereiten

Die wesentliche Besonderheit der Station GE 556–1 von Giacomini ist dabei, dass das Gerät mit zwei Wärmetauschern arbeitet; einem für die Trinkwassererwärmung und einem für die Heizung: Das vom Heizhaus kommende Wasser im Primärkreis, das eine Temperatur von 70 °C hat, strömt in die Station und wird dort je nach Bedarf entweder dem Wärmetauscher des Sekundärheizkreises oder dem Wärmetauscher der Warmwasserbereitung zugeleitet. Dabei hat der Warmwasserwärmetauscher Vorrang vor der Heizung. Beim Heizbetrieb strömt das primäre Heizwasser über den Wärmetauscher und erhitzt das eigentliche Heizwasser für das Haus. 

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Autoren

 Iris Gehard

Jahrgang 1981, freie Redakteurin, München. Ihr Themenschwerpunkt sind SHK und erneuerbare Energien.

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