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Ausgewählte Ausgabe: 02-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Zeitreise durch die Heiztechnik

Die Buderus Fachbibliothek und das Zentralheizungsmuseum in Lollar geben Einblick in die Entwicklung der Wärmeerzeugung.


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In der im Jahr 1862 errichteten Villa sind die Fachbibliothek zum Thema Heiztechnik sowie das Zentralheizungsmuseum untergebracht

Geschichte wird lebendig: Buderus hat die wohl umfangreichste Fachbibliothek zum Thema Heiztechnik sowie ein sehenswer- tes Zentralheizungsmuseum mit vielen interessanten Ausstellungsstücken eingerichtet. Sie geben einen Einblick in die Entwicklung der Wärmeerzeugung seit der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrtausends. In der 1862 durch den damaligen Werkleiter Georg Buderus III errichteten Villa in Lollar hat das Unternehmen dieser Präsentation jetzt den angemessenen Rahmen gegeben.
Die Zentralheizungsbibliothek hat einen Bestand von rund 5 000 Fachbüchern – das entspricht etwa 80 laufenden Metern an Druckwerken. Das älteste Exemplar aus dem Jahr 1618 trägt den Titel „Holzsparkunst“ von Autor Franz Kessler. Besonders stolz ist Markus Hohmann, Technischer Fachreferent und Museumsbeauftragter von Buderus, auf das Buch mit den Original-Heizungsplänen des Berliner Reichstags aus dem Jahr 1895. Die Bibliothek umfasst außer Fachliteratur zum Kernthema Heiztechnik auch weitere Dokumente unter anderem zu Thermodynamik, Werkstoffkunde, Bautechnik oder Maschinenbau.
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Das älteste Exemplar in der Buderus Fachbibliothek Heiztechnik stammt aus dem Jahr 1618 und trägt den
Titel „Holzsparkunst“

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Das Zentralheizungsmuseum zeigt auch die erste Generation der Zentralheizungskessel

Aktuell steht die Katalogisierung aller Werke nach Themen, Autor, Erscheinungsdatum, Titel, Inhalt und anderen Kriterien im Fokus. Bei der weiteren Aufarbeitung wird Buderus durch ein Projekt mit Studierenden des Instituts für Europäische Ethnologie / Kulturwissenschaft der Philipps-Universität Marburg unter Leitung von Prof. Dr. Manfred Seifert unterstützt. „Unser Ziel ist es, die Entwicklung der Heiztechnik von der Römerzeit bis heute zu dokumentieren“, sagt Markus Hohmann. Dabei sollen auch die Zusammenhänge zwischen soziologischen und technischen Entwicklungen aufgezeigt werden.
Einige der historischen Bücher liegen inzwischen auch in digitaler Form vor – beispielsweise „Kunst. Die Würkung des Feuers zu vermehren, und die Kosten davon zu verringern“ von Anthon Heinrich Horst (1717) oder „Allgemeines Handbuch der Heizung“ von Dr. Heigelin (1872) sowie die Pläne des Reichstagsgebäudes.

Etwa 100 Exponate zu sehen

 Zu einer spannenden Zeitreise lädt das Zentralheizungsmuseum ein – hier ist historische und moderne Heiztechnik von 1750 bis in die Neuzeit zu sehen. Auf etwa 300 m² Ausstellungsfläche stehen rund 100 Exponate, darunter gusseiserne Öfen, Kaminplatten, eine historische Bademöglichkeit, Zentralheizungskessel für Luft, Dampf und Warmwasser sowie Solarkollektoren und Regelsysteme. Buderus nutzt dieses Museum auch, um seine kontinuierlich gewachsene Kompetenz in der Heiztechnik über mehr als 285 Jahre hinweg zu dokumentieren.
www.buderus.de

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