24.09.2014, 06:55 Uhr | 0 |

Nach drei Jahen amortisiert Scrobby Solar schrubbt bei Regen Solarmodule auf Privatdächern

Solarpanels liefern maximale Energie bei wolkenlosem Himmel. Aber nur dann, wenn sie selbst sauber sind. Doch ihre Reinigung auf dem Dach ist teuer und nicht ganz einfach. Ein niederländischer Erfinder hat dafür einen Spezialschrubber entwickelt – energiesparend und automatisch. Für den Privathaushalt. Auf Kickstarter sucht der Unternehmer jetzt Geldgeber, um in die Serienproduktion gehen zu können.

Scrobby Solar
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Roboter Scrobby Solar putzt die Solarpanels auf dem Dach. Vollautomatisch und mit Regenwasser. Nur saubere Module können die volle Leistung bringen.

Foto: Screenshot ingenieur.de/Stefan Hamminga

Das Gerät erinnert an einen handelsüblichen Staubsauger-Roboter, hat Bürsten und reinigt eine Solarpanelfläche von bis zu 10x20 Metern voll automatisch. Stefan Hamminga, Designer und Hobbyingenieur, empfiehlt für seinen Saubermann namens Scrobby Solar einen Preis von 350 Euro.

Damit ist der Panel-Putzer speziell für private Solaranlagenbetreiber interessant. Laut Hamminga haben sie ihre Investition bei einem durchschnittlichen holländischen Dach nach zweieinhalb bis drei Jahren wieder raus.

Autark, permanent gesichert und beweglich

Einmal installiert bleibt die Reinigungsanlage das ganze Jahr auf dem Dach und startet selbstständig. Den Standardeinstellungen nach wird der Scrobby Solar dreimal im Jahr aktiv – wobei die Taktung erhöht werden kann. Hauptsache es regnet. Ein entsprechender Sensor im Gerät sorgt dafür, dass der Scrobby nur in Aktion tritt, wenn genügend Regen fällt.

Eingehängt in ein Seil schrubbt der Scrobby dann voll automatisch mit seinen weichen Spezialbürsten über eine Solarpanelfläche, die einen Neigungswinkel von mindestens 20 Grad haben muss und maximal 75 Grad haben darf. Das UV-Licht-beständige Seil rollt sich mit ausreichend Spielseil an den Enden auf zwei Spulen auf, die an den beiden oberen Ecken der Panelfläche angebracht sind. So ist der Scrobby bei seiner Arbeit permanent gesichert und gleichzeitig beweglich. Der Panelschrubber versorgt sich selbst mit Sonnenenergie. Mittels einer App für Mobilgeräte und einer Bluetooth-Verbindung kann der Roboter per Fernbedienung gesteuert werden.

Die Investition rechnet sich nach wenigen Jahren

Mit dem Einsatz des voll automatischen Panelschrubbers erspart sich der Betreiber selbst aufs Dach zu klettern und die Panels von Hand zu putzen, was nicht nur gefährlich sondern je nach Größe der Panelflächen auch nicht ganz einfach ist, da sie nicht betreten werden dürfen. Verzichten könnte der Privatmann auch auf den Einsatz eines Reinigungsunternehmens, das die Solarpanel mit Spezialgerät reinigt. Das gibt es bereits auf dem Markt, ist aber erheblich teurer und daher nur rentabel für häufigen Einsatz bei Reinigungsunternehmen oder auf größeren Solarpanelflächen von Industriegebäuden. Die Gewinnschwelle werde nach drei bis vier Jahren überschritten, wenn man in einen Scrobby Solar investiert, statt professionelle Reiniger zu engagieren, verspricht Hamminga.

Finanzierung der Produktion über Crowdfunding

In einer Kickstarter-Kampagne sucht der Erfinder nun Geldgeber, damit er mit dem Scrobby Solar in Produktion gehen kann. Bislang gibt es den Roboter nur als Prototypen. Kickstarter ist eine Internetplattform zur Projektfinanzierung über Crowdfunding. Bis zum 11. Oktober will Hamminga 75.000 Euro sammeln. Mehr als 10.000 Euro haben über 40 Geldgeber bis heute schon in das Projekt gesteckt.

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Von Susanne Neumann
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