04.05.2015, 09:23 Uhr | 0 |

Projekt Phone Drone Smartphones werden zu fliegenden Drohnen

Jedem seine Drohne – das geht ganz einfach: Zwei US-Ingenieure haben Phone Drone entwickelt, eine Drohnenerweiterung für Smartphones. Auf Kickstarter sammeln sie Geld für die Serienproduktion der unbemannten Flugobjekte.

Phone Drone beim Start
Á

Phone Drone beim Start: Derzeit sammeln die Erfinder Geld für die Serienproduktion. Das Ziel: 224.000 Euro. 

Foto: xCraft

Ruck zuck tunen die Entwickler der Firma xCraft das Smartphone zu einem Flugobjekt: Dafür wird das Gerät in ein Gehäuse mit vier Propellern eingesetzt. Mit der passenden App gibt man Flugroute, Geschwindigkeit und Höhe ein. Dann hebt die Drohne ab und fliegt die zuvor festgelegte Route ab. Dabei kann sich ihr Tempo mit Höchstgeschwindigkeiten von etwa 56 km/h sehen lassen.

Smartphone liefert der Drohne Strom

Den Strom liefert das Smartphone. Sowieso hat das Gerät alles, was eine Drohne braucht: Dazu gehört auch die Kamera. Sie kann Bilder und Videos aus der Luft machen. Da die Aufnahmen schon im Gerät sind, kann man sie später ohne Überspielen direkt verschicken. Und wer Selfies mag, kann diese aus ungewöhnlich luftiger Höhe schießen.

Mit einem zweiten Smartphone lässt sich Phone Drone fernsteuern. Die Drohne kann dann Fotos aus der Luft schießen. 

Sogar als eine Art Bodyguard kann die Drohne losgeschickt werden: Sie kann einen zum Beispiel beim Joggen begleiten und filmen. Kompatibel sind Geräte wie das iPhone 4S und Folgemodelle sowie Samsung-Modelle.

Drohne kehrt allein zurück

Eigentlich bietet es sich aber an, ein zweites Gerät als Steuerungseinheit anzukoppeln. Sei es ein zweites Smartphone oder ein Tablet. Dann ist es möglich, die Drohne vom Boden aus zu steuern. Bis zu 25 Minuten soll das unbemannte Flugobjekt in der Luft bleiben können.

Und wenn der Strom zur Neige geht, verschwindet das Smartphone nicht auf Nimmer-Wiedersehen, sondern kehrt von alleine zurück. Denn die Drohne bemerkt den niedrigen Stromlevel.

Manko: keine automatischen Ausweichmanöver

Allerdings ist die Programmierung noch nicht so pfiffig, dass Hindernisse automatisch umflogen werden. Für solche Ausweichmanöver sollen künftig Ultraschallsensoren sorgen. Noch aber arbeiten die Entwickler an dieser Verbesserung und nennen auch keinen Termin, wann es soweit sein soll. Derzeit sammeln sie auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter Geld für ihr Projekt. Die Summe von rund 224.000 Euro streben sie bis zum 11. Juni  an. 178 Euro kostet die Phone Drone jetzt. Wenn sie auf den Markt kommt, soll sie teurer sein.

Anzeige
Von Lisa von Prondzinski
Zur StartseiteZur Startseite
schlagworte: 
kommentare

Aktuell wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben. Loggen Sie ich ein oder melden Sie sich neu an, wenn Sie noch keine Zugangsdaten haben
> Zum Login     > Neu anmelden