13.10.2015, 13:37 Uhr | 0 |

Autonomer Lexus Selbstfahrendes Auto von Toyota: „Freunde auf der Autobahn“

Toyota hat seine Luxusmarke Lexus GS zu einem selbstfahrenden Auto umgerüstet. Auf der Stadtautobahn in Tokio wird das Konzept „Highway Teammate“, in dem Fahrer und Auto zusammenarbeiten, derzeit getestet. Bis 2020 soll es marktreif sein.

Toyota hat seinen Lexus GS zu einem selbstfahrenden Auto umgerüstet.
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Autonom und luxuriös: Toyota hat seinen Lexus GS zu einem selbstfahrenden Auto umgerüstet. Der Wagen fädelt selbstständig in den laufenden Verkehr ein, hält die Spur oder wechselt sie und hält gegenüber anderen Autos genügend Abstand ein. 

Foto: Toyota

In den nächsten fünf Jahren will Toyota den umgebauten Lexus GS mit der künstlichen Intelligenz in den Handel und auf die Straße bringen. Genauer gesagt auf die Autobahn, denn das Konzept des „Highway Teammates“, in dem der Fahrer mit seinem teilautomatisiertem Fahrzeug zusammenarbeitet, funktioniert vorerst nur auf der Autobahn. Hier ist die Vorhersehbarkeit des Verkehrs größer als auf unübersichtlichen kleinen Stadt- und Landstraßen.

Präzises Kartenmaterial und Sensoren an Bord erfassen die Umgebung

Den Highway Teammate, der ein automatisiertes Fahren zwischen Auf- und Ausfahrt möglich macht, testet Toyata  zurzeit auf dem Shuto Expressway in Tokio. Dazu gehört, dass der Lexus selbstständig das Einfädeln in den laufenden Verkehr übernimmt, die Spur hält oder wechselt und gegenüber anderen Autos genügend Abstand einhält.

Dazu greift der Highway Teammate auf präzise Karten und Navigationsdaten zurück, die die genaue Position des Autos jederzeit bestimmen. Verschiedene Sensoren wie Millimeter-Wellen-Radar, Videokameras und lasergestützte Umgebungserfassung machen die Orientierung auf den Fahrspuren möglich und erkennen andere Fahrzeuge in der Nähe. Der Lexus steuert, ähnlich wie ein menschlicher Fahrer, sein eigenes Lenkrad und betätigt Bremse und Gas.

Zusammenarbeit wie „zwischen guten Freunden“

„Toyota glaubt, dass die Zusammenarbeit zwischen Fahrern und Autos so sein sollte wie zwischen zwei guten Freunden, die eine gemeinsame Aufgabe haben. Man passt aufeinander auf und hilft sich“, erklärte Toyota das Highway Teammate Konzept. Autofahren soll mit künstlicher Intelligenz nicht nur einfacher und komfortabler, sondern auch sicherer werden. Falls der Fahrer dann doch selbst Hand ans Steuer legen und eigene Entscheidungen treffen will, bleibt ihm dies unbenommen.

Toyota reiht sich mit seinem automatisierten Fahrkonzept in eine Reihe anderer Autokonzerne wie Nissan und General Motors ein, die ebenfalls das Jahr 2020 ins Auge gefasst haben, um fortgeschrittene Selbstfahr-Technologien einzuführen. Außerdem sind da noch Google und Apple, die von anderer Seite die Konkurrenz im autonomen Fahrgeschäft beleben und im Design ihrer Fahrzeuge ungebunden sind.

Intelligentes Transportsystem von Toyota Ende 2015 erhältlich

Seinen nächsten Schritt in Richtung größerer Autonomie beim Fahren hat Toyota schon für Ende 2015 angekündigt. Dann soll das intelligente Transportsystem (IST) in drei japanischen Modellen erhältlich sein. Dieses Paket ermöglicht es dem Fahrer, spezielle Informationen zu erhalten, die von den Sensoren an Bord nicht geliefert werden können. Dazu werden Verbindungen zwischen den Autos und zwischen Auto und Infrastruktur hergestellt. Der Fahrer kann dadurch Hinweise auf Ampelsignale erhalten oder „sehen“, wenn sich ein anderes Fahrzeug oder ein Fußgänger im toten Winkel befindet.

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Von Gudrun von Schoenebeck
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