30.09.2014, 08:22 Uhr | 0 |

Klein wie eine Münze Kleinst-Roboter zur Überprüfung von Brücken

Kleiner als eine Münze sind Schwarmroboter, die gerade in den USA entwickelt werden. Sie sind nicht nur besonders klein, sondern verblüffend schnell und lassen sich von Hindernissen nicht aufhalten. Sie sollen sich untereinander absprechen und Geräte montieren oder Brücken auf Schäden untersuchen. 

Schwarmroboter der Universität Maryland
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Schwarmroboter der Universität Maryland: Sie können auch Gebäude und Brücken auf Schäden untersuchen und sind so klein wie eine Penny-Münze.

Foto: Universität Maryland

Drohnen und krabbelnde Roboter untersuchen Fassaden und Brücken auf Schäden, wenn auch meist nur versuchsweise. Künftig sollen sie für Amazon, Google und die Deutsche Post auch Pakete austragen.

Sie alle sind gewissermaßen Einzelkämpfer und wegen ihrer Größe kaum zu übersehen. Was für eine neue Art von Robotern nicht gilt. Die passen bequem auf eine Fingerkuppe und sind nur als Gemeinschaft stark. Das innovative US-Unternehmen SRI International hat die kleinen Krabbler im Rahmen des Open Manufacturing Program des US-Militärs entwickelt. Sie sind winzig und sollen wie eine Ameisenarmee agieren. Die winzigen Krabbler sprechen sich untereinander ab, um beispielsweise große Gegenstände zu bewegen.

Wandernde Magnetfelder für den Antrieb

Bewegt werden die Mini-Roboter von wandernden Magnetfeldern, und das mit hohem Tempo, wenn es drauf ankommt. Die Mini-Roboter bestehen aus billigem magnetisierbarem Material. Die Herstellung von tausenden dieser Roboter ist also kein finanzielles Problem. Einige wenige können eingesetzt werden, um komplexe Kleinstgeräte zusammenzubauen. Um auch große Geräte zu montieren sollen sehr viele Artgenossen eingesetzt werden, die sich gegenseitig helfen, wenn Bedarf besteht.

Unterwegs auf rotierenden Beinchen

Forscher der University of Maryland und der Johns Hopkins University, die ebenfalls in Maryland angesiedelt ist, haben nun Kleinstroboter entwickelt, die sich mit rasend schnell rotierenden Beinchen vorwärts bewegen. Sie sollen ebenfalls im Schwarm agieren und können, sich untereinander absprechen.

Über kleine Hindernisse flitzen sie mühelos weg, und sie können auch Steigungen nehmen, wenn die Enden der Füßchen mit einem haftfähigen Material wie Gummi überzogen werden. Nach den Vorstellungen der Forscher können sie eingesetzt werden, um stählerne Brücken auf Schäden zu untersuchen. Die amerikanische National Science Foundation hat die Entwicklung mit 850.000 Dollar finanziert.

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Von Wolfgang Kempkens
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