25.09.2014, 08:34 Uhr | 0 |

Steuerung per Smartphone US-Ingenieur entwickelt LED-Birne mit elektronischem Gedächtnis

Ein Ingenieur aus den USA hat eine sensorbestückte LED-Birne entwickelt, die sich in Farbe und Leuchtintensität selbstständig der natürlichen Beleuchtung anpasst. Außerdem merkt sie sich die Alltagsbedürfnisse der Bewohner. Programmieren lässt sie sich mit dem Smartphone. 

Die LED-Birne Alba wechselt abends automatisch zu einem gemütlicheren Licht
Á

Die LED-Birne Alba wechselt abends automatisch zu einem gemütlicheren Licht. Der Farbton lässt sich in einer Smartphone-App einstellen. 

Foto: Stack Lighting

Neil Joseph saß im Büro seines Arbeitgebers Tesla und arbeitete an Verbesserungen für das gleichnamige Elektroauto. Es war ein herrlicher Tag. Die Sonne strahlte aus einem wolkenlosen Himmel. Trotzdem waren die Leuchtstofflampen eingeschaltet. Da hatte der Ingenieur eine Eingebung. Man müsste eine Lampe bauen, die sich selbstständig herunterregelt, wenn das Sonnenlicht ausreicht. Derartige Leuchtkörper gibt es zwar. Doch sie benötigen externe Sensoren und Steuereinheiten.

LED-Birne lässt sich mit Smartphone programmieren

Alba, wie die LED-Lampe heißt, ist vollgestopft mit Technik. Wenn sie im Schlafzimmer installiert ist, leuchtet sie nach dem Weckruf zunächst in einem sanften Farbton, um die gerade Aufgewachten nicht zu erschrecken. Im Laufe des Tages passt sich die Lichtfarbe langsam der der Sonne an, um am Abend wieder zu einem gemütlichen Ton überzugehen.

Wie die Lichtfarben genau aussehen sollen, lässt sich mit Hilfe einer Smartphone-App einstellen. Das behält Alba in ihrem elektronischen Gedächtnis. Die Kommunikation läuft per Bluetooth.

Vom nächsten Jahr an ist die LED-Lampe Alba zu kaufen. Die Grundausstattung besteht aus zwei Birnen, die bereits jetzt für rund 120 Euro vorbestellt werden können. Knapp 15 Euro extra kostet eine Birne, wenn zusätzlich ein Näherungssensor eingebaut ist. Sie passt in E-27-Sockel.

Weg zum Bad wird wie durch Zauberhand erhellt

Joseph verspricht, dass sich die Birnen mit ihren eingebauten Minicomputern die Gewohnheiten der Hausbewohner merken. Zur Weckzeit etwa schalten sich die Birnen in den Schlafräumen ein. Das tun sie dummerweise auch an Feiertagen, wenn Ausschlafen angesagt ist – außer sie wurden am Vorabend per App aus ihrem gewohnten Rhythmus gerissen.

In einem Haus, dessen Beleuchtung ausschließlich auf Alba-Birnen mit Näherungssensor beruhen, sind Schalter überflüssig. Sie leuchten, sobald sich etwas bewegt, erhellen bei Bedarf etwa den Weg zum Bad oder ins Schlafzimmer. Zumindest im Wohnzimmer empfiehlt sich eine Birne ohne diesen Sensor, damit sie nicht ständig ausgeht und Leser oder TV-Gucker im Dunkeln sitzen lässt. 

Anzeige
Von Wolfgang Kempkens
Zur StartseiteZur Startseite
schlagworte: 
kommentare

Aktuell wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben. Loggen Sie ich ein oder melden Sie sich neu an, wenn Sie noch keine Zugangsdaten haben
> Zum Login     > Neu anmelden