01.04.2014, 09:31 Uhr | 0 |

Strom per USB Fahrradlicht in O-Form: Simpel, sicher und stylish

Ein britischer Designer hat ein Fahrradlicht entwickelt, das nicht nur gut aussieht, sondern auch einfach zu handhaben ist. Das „Double-O“ besteht aus zwei magnetischen Scheiben in O-Form mit je 12 LED. Wenn sie nicht gebraucht wird, schließt man die Lampe einfach am Fahrradschloss fest.

Das „Double O“ des britischen Designers Paul Cocksedge
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Das „Double O“ des britischen Designers Paul Cocksedge ist sieben Zentimeter groß, hat 12 LED-Lämpchen und haftet mit einem starken Magneten am Lenker oder an der Sattelstange.

Foto: Paul Cocksedge

Wenn ein Designer unzufrieden ist mit dem Aussehen und der Funktionalität von Gebrauchsgegenständen, die er selbst benutzt, dann liegt es nahe, dass er auch selbst Verbesserungen vorschlägt. Der Londoner Designer Paul Cocksedge hat genau das mit einem Fahrradlicht getan und in seinem Design alles beherzigt, was ihn schon immer an den Lampen gestört hat. „Ich habe schon viele Fahrradlampen benutzt, aber immer gedacht, dass daran noch vieles verbessert werden könnte“, sagt Cocksedge.

Die Scheiben sind magnetisch und werden einfach aufgesteckt

Die Inspiration für sein „Double-O“ sei von der Form des Fahrrads selbst gekommen, sagt der Designer. Für seine Idee sucht er nun Unterstützer auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Noch bis zum 30. April 2014 läuft dort die Werbung zur Finanzierung des Projektes. Gut 90.000 Euro braucht Cocksedge, um mit dem Double-O in Produktion gehen zu können.

Wichtig war für Cocksedge, dass sein neues Fahrradlicht nicht nur simpel in der Benutzung ist, sondern auch zur Sicherheit beiträgt und außerdem noch gut aussieht. Die Fahrradlampe besteht aus zwei Scheiben in der Form eines O. Die Scheiben haben einen Durchmesser von sieben Zentimetern, sind zwei Zentimeter dick und wiegen 45 Gramm. Weil sie magnetisch sind, können sie mit einem Handgriff in die kleinen Vorrichtungen am Lenker für das Vorderlicht oder hinten an der Sattelstange als Rücklicht gesteckt werden.

Vorne leuchten die 12 LEDs in weiß mit 80 Lumen, hinten in rot mit 45 Lumen. Wenn das Fahrrad abgestellt wird, werden die beiden Scheiben abgenommen, magnetisch miteinander verbunden und mit der Kette oder dem U-Schloss einfach abgeschlossen.

Mehr LEDs mit weniger Leistung bringen Helligkeit und verhindern Blendeffekte

Damit die Scheiben auch bei holpriger Fahrt nicht aus ihrer Halterung springen, wurde für die Magnete in ihrem Inneren das Metall Neodym verwendet, das zu den stärksten dauermagnetischen Werkstoffen zählt. Um sicherzustellen, dass die Lampen robust und stabil genug sind, hätten sie zahlreiche Tests durchgeführt, so Cocksedge.

In den Scheiben, die aus Polykarbonat und Silikon bestehen, sitzen jeweils 12 LEDs im Kreis. Sie sind, im Vergleich zu anderen Fahrradlichtern, in etwas größerem Abstand zueinander angeordnet. Das habe damit zu tun, dass er das Licht nicht grell haben wollte, sagt Cocksedge. „Wir haben mehr LEDs mit weniger Leistung genommen. Das bringt dieselbe Helligkeit, aber der Blendeffekt, der oft bei den sehr hellen Fahrradlampen entsteht, fällt weg.“

Auf der Rückseite der Scheiben gibt es außerdem noch einen kleinen Schalter, mit dem das Licht entweder in Dauerbetrieb, in einen Blink- und in einen Spar-Modus umgeschaltet werden kann. Im Dauerlichtmodus leuchtet die Lampe gut zwei Stunden, im Blinklichtmodus gut vier Stunden und in der Sparvariante zehn Stunden. Aufgeladen wird die Lampe in anderthalb Stunden über einen Micro-USB-Anschluss. 

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Von Gudrun von Schoenebeck
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