10.12.2014, 16:00 Uhr | 0 |

L3D Cube Discowürfel mit 4096 LEDs reagiert auf Musik

Discokugel war gestern: Für die passenden Lichteffekte zur Musik gibt es jetzt den L3D Cube. Der Würfel aus 4096 LEDs reagiert auf Musik, leuchtet in vorgefertigten Mustern oder lässt sich auf Wunsch auch mit eigenen Ideen programmieren. 

Die kleine Version des L3D Cube besteht aus 512 LEDs
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Die kleine Version des L3D Cube besteht aus 512 LEDs. Aneinandergekoppelt können sich die Würfel mit Sensoren und Mikrofonen gegenseitig Impulse geben. 

Foto: Looking Glas

Das kleine Leuchtwunder ist in der Standardausführung 18,4x18,4x23 Zentimeter groß und damit trotz seines Namens nicht ganz würfelförmig. Das ist allerdings kein Drama, denn die wahren Werte stecken mal wieder im Inneren. Geschützt durch transparente Seitenwände aus Acryl, befinden sich in dem guten Stücke acht Reihen à acht Steckelemente mit je acht LEDs. Die Mega-Ausführung – genannt Really Big Cube – ist gleich achtmal so groß: Auf 50x50x54 Zentimetern leuchten 4096 LEDs.

Durch ihre Anordnung bilden die LEDs einen 3D-Raum, in dem sich jede einzelne LED gezielt ansteuern lässt. Auf diese Weise erzeugt der L3D Cube dreidimensionale farbige Lichteffekte. Damit eignet sich die stylische Erfindung von Looking Glas – einer Gruppe Ingenieure, Erfinder und Designer aus Hong Kong und New York – auch als private Lichtinstallation oder als Leinwand für digitale Kunst.

Integriert ist auch ein Mikrophon. Damit ist der L3D Cube in der Lage, auf Musik oder andere Sounds in der Umgebung zu reagieren: Club-Feeling ist damit auch im heimischen Wohnzimmer garantiert. Das neue Lichtspielzeug braucht jedoch keine Musik, um zu glänzen. Es spielt auch frei wählbare Abfolgen ab.

Nutzer stellen 3D-Kunstwerke ins Internet 

Was gerade passieren soll, kann sich jeder selbst aussuchen: Von Haus aus kommt der Cube mit einem halben Dutzend unterschiedlicher Abfolgen verschiedenster Art. Sie lassen sich abspielen, sobald der Strom fließt, versprechen die Entwickler. Den bezieht der Cube übrigens wahlweise über USB-Anschluss, Batterie oder Steckdose.

Wem die vorinstallierten Abfolgen auf Dauer zu langweilig sind, kann sich aus dem Internet weitere Programme von der eigens eingerichteten Plattform CubeTube herunterladen. Bestückt wird diese durch andere Nutzer, die dort ihre eigenen 3D-Kunstwerke hochladen.

Außerdem reagiert der Cube auf Eingaben zum Beispiel von Bewegungssensoren, womit weitere Anwendungsmöglichkeiten dazukommen. Nicht zuletzt reagieren die Cubes auch aufeinander – einfach aneinandergekoppelt, entstehen größere Gesamtkunstwerke, die sich gegenseitig Impulse geben.

Programmierkenntnisse brauche man nicht, um mit dem L3D Cube zu glänzen, betonen die Macher von Looking Glass – doch wenn man will und sich mit der Sprache Arduino auskennt, kann man trotzdem selbst am Code herumbasteln: Sowohl Hard- als auch Software sei Open Source und gut dokumentiert, heißt es – Weiterentwicklungen sind willkommen.

Crowdfunding-Kampagne hat schon 120.000 US-Dollar eingebracht 

Ganz untätig sind die Entwickler selbst auch nicht: Sie basteln ebenfalls eifrig weiter, während bereits eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter läuft. Bereits jetzt, rund einen Monat vor Ablauf, hat Looking Glass das Ziel von 38.000 US-Dollar für die Markteinführung mit über 120.000 Dollar um ein Vielfaches übertroffen.

Jetzt peilen die Macher ein neues Ziel an: Sollte die 138.000-Dollar-Marke geknackt werden, versprechen sie, werde jeder L3D-Cube mit einem dreiachsigen Beschleunigungsmesser ausgestattet. Das eröffnet findigen Besitzern noch mehr Möglichkeiten für Spielereien. Zum Beispiel sei der Cube dann als elektronische Schneekugel einzusetzen. Einfach schütteln und ab geht’s.

Lieferung im IKEA-Prinzip als Bausatz

Wer schnell ist, bekommt den Cube derzeit noch als Unterstützer für 275 US-Dollar. Mit dem Really Big Cube geht es bei 1625 Euro los. Regulär sollen die Leuchtwürfel später 399 Dollar kosten. Dafür bekommen Käufer einen Bausatz mit allen Einzelteilen – gerade einmal rund 30 Minuten soll es dauern, bis der Cube fertig ist, betonen die Erfinder, und ein Schraubenzieher werde nicht benötigt. Für einen kleinen Aufpreis kann man sich das Selberbauen aber auch sparen und der Würfel kommt vorinstalliert ins Haus. 

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Von Judith Bexten
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