05.12.2013, 12:18 Uhr | 1 |

Rechtslage unklar Google-Brille beim Autofahren bringt Amerikanerin vor Gericht

Cecilia Abadie trug während der Autofahrt eine Google-Brille und bekam einen Strafzettel. Da die Brille ausgeschaltet war, wehrt sie sich derzeit vor Gericht. Das Urteil wird Präzedenzfall für die neue Technologie sein. 

Google-Entwickler mit der neuen Internet-Brille
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Eine Autofahrerin in den USA ein Knöllchen bekommen, weil sie mit einer Google-Brille Auto gefahren ist. Jetzt gibt es einen Musterprozess.

Foto: Google

Noch bevor sie offiziell käuflich zu erwerben ist, beschäftigt sich erstmals ein US-amerikanisches Gericht mit der Datenbrille des IT-Riesen Google: Die US-Amerikanerin Cecilia Abadie trug die Google-Datenbrille beim Autofahren und erhielt unter anderem einen Strafzettel dafür, dass sie durch den Bildschirm abgelenkt gewesen sein sollte. Doch die Brille war ausgeschaltet und somit kein Sicherheitsrisiko, argumentiert die Autofahrerin.

Google-Brillenträgerin Abadie plädiert auf nicht schuldig

Gemeinsam mit ihrem Anwalt William Concidine wehrt sich die 44-Jährige derzeit vor Gericht. „Die Google-Brille zu tragen, während sie nicht eingeschaltet ist, ist nicht illegal“, ist Abadies Anwalt William Concidine überzeugt. Er plädiert daher im Prozess auf nicht schuldig.

Nach geltendem Verkehrsrecht ist es in den USA nicht erlaubt, einen Fernseh- oder Videobildschirm während der Autofahrt im Blick zu haben. Ob das Gesetz auch im Fall einer ausgeschalteten Google-Brille gilt, muss jetzt geklärt werden. Denn die Datenbrille gab es zum Zeitpunkt der Gesetzeserlassung noch nicht.

Die Polizei in San Diego hatte Abadie Ende Oktober angehalten. Sie war den Polizisten zunächst nur wegen überhöhter Geschwindigkeit aufgefallen. Als die Beamten jedoch sahen, dass sie eine Google-Brille auf der Nase hatte, kam ein weiteres Delikt auf den Strafzettel: Ablenkung.

Knöllchen ausgestellt: Brille gilt als Ablenkung

In der Google-Brille sind kleine Kameras und Displays eingearbeitet, die per Sprachsteuerung bedient werden können. Ein Bildschirm zeigt dem Träger beispielsweise Informationen zum Wetter oder zur Verkehrslage. Auch können Informationen zu Sehenswürdigkeiten eingeblendet werden, die im Blickfeld liegen.

Bisher wurde die Brille nur an Testpersonen verteilt. Sie ist noch nicht im Handel erhältlich. Derzeit gibt es jedoch Gerüchte, dass bereits Anfang 2014 der Zeitpunkt der Markteinführung sein könnte. 

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Von Petra Funk
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kommentare
06.12.2013, 20:55 Uhr Progetti
Die Google- Brillen- Fassung sollte eingeschaltet eine andere Farbe haben als ausgeschaltet, dann wäre der Funktions- Zustand klar ersichtlich.

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