21.02.2014, 11:30 Uhr | 0 |

Telematik-App "Volvo On Call" erweitert Volvo stellt Paketzustellung ins Auto vor

Der zunehmende Trend zum Online-Einkauf verlangt nach neuen, innovativen Lösungen, denn viele Paketzustellungen scheitern, weil der Empfänger nicht zu Hause ist. Hier will nun der Autohersteller Volvo mit innovativer Technik die Autos der Empfänger zu fahrbaren Briefkästen für Pakete machen. 

Paketzustellung ins Auto über die Volvo-App
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Die Paketzustellung wird über die "Volvo on Call"-App per Smartphone oder Tablet abgewickelt. Zuerst ortet der Lieferdienst mit Einverständnis des Besitzers das Auto. Dann kann er dieses einmalig über einen Code öffnen. 

Foto: Volvo

Der boomende Online-Vertrieb im Internet hat das Volumen der täglich zu bewältigenden Paketsendungen stark anwachsen lassen. Auch die vergeblichen Zustellversuche wachsen entsprechend mit. Bei Empfängern, die ein Auto besitzen, möchte der schwedische Autohersteller Volvo in Zukunft diese Autos als Paketstation nutzen und damit sicherstellen, dass sie ihre Sendungen schnell und zuverlässig erhalten.

Dass das gut funktionieren kann, zeigte ein Pilotprojekt mit 100 Teilnehmern, bei dem Online-Bestellungen in die Fahrzeuge der Besteller ausgeliefert wurden. Dazu gibt der Halter einen digitalen Fahrzeugschlüssel für die einmalige Nutzung frei, mit dem der Zusteller mit einem mobilen Endgerät den Wagen öffnen, das Paket hineinlegen und das Auto wieder verschließen kann, erklärt Volvo sein System.

Die Park-and-Ride-Zustellung im Detail

Wenn der Lieferdienst Pakete zustellen oder zum Versenden abholen möchte, wird der Nutzer per Smartphone oder Tablet benachrichtigt. Gibt der Autobesitzer sein Okay dazu, dann ortet der Paketdienst den Pkw und wickelt die Lieferung wie beschrieben ab.

Der Nutzer kann dabei nach Angaben von Volvo auf seinem Smartphone genau nachvollziehen, wann sein Wagen geöffnet und verschlossen wurde. Basis dieses Zustellsystems ist die Telematik-App "Volvo On Call", die dem Fahrzeugbesitzer schon heute beispielsweise das Vorheizen oder Kühlen des Autos über sein Smartphone  ermöglicht.

Es fehlt noch eine Versicherungslösung

Das Projekt befindet sich noch in der Anfangsphase, deshalb gibt es auch noch einige offene Fragen. Besonders die Frage nach dem Versicherungsschutz für Lieferungen, die in den Kofferraum eines Autos gelegt wurden, muss noch geklärt werden.

"In der Regel sind Gegenstände, die nicht fest ins Fahrzeug eingebaut sind, sondern lose im Auto liegen, nicht durch eine Kasko-Police gegen Diebstahl versichert", erklärt dazu Alina Schön vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Danach hätte der Paketempfänger also keinen Anspruch auf Schadenersatz, wenn eine Lieferung aus seinem Wagen gestohlen werden sollte. Es müsste also dafür eine spezielle Zusatzversicherung geben.

Seinen Zustellservice ins Auto will Volvo auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) in Barcelona (24. bis 27. Februar) vorstellen. Ob und wann der Lieferservice in den Kofferraum für Fahrer von Volvo-Modellen mit "On-Call"-System Wirklichkeit werden könnte, ließ das Unternehmen noch offen.

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Von Klaus Ahrens
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