20.07.2015, 08:42 Uhr | 0 |

Unter 1000 Euro VW bringt 2016 E-Roller für den Kofferraum auf den Markt

VW will seinen Beitrag gegen die verstopften Innenstädte leisten und bringt im nächsten Jahr ein elektrisch betriebenes Dreirad auf den Markt. Der Last Mile Surfer passt zusammengeklappt in jeden Kofferraum und wird unter 1000 € kosten. Auch andere Hersteller buhlen um die Gunst der Pendler.

Werner Schreiber auf einem Elektroroller von VW
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Kleine Tour mit dem "Last Mile Surfer" von VW: Werner Schreiber, Leiter Virtuelle Techniken in der Konzernforschung bei VW.

Foto: VW

Parkplätze in den Innenstädten sind rar. Zudem belastet der lästige Parksuchverkehr die Luft der Städte mit Schadstoffen und Feinstäuben. Die Schätzungen für den Anteil des Parksuchverkehrs reichen von einem Viertel bis einem Drittel des gesamten innerstädtischen Verkehrs. Ideen sind daher gefragt, diesen ökologischen Unsinn einzudämmen. Der Chef des Volkswagen-Konzerns, Martin Winterkorn, hat jetzt eine solche Idee präsentiert: Der City-Surfer ist ein zusammenklappbares elektrisch betriebenes Dreirad, mit dem die Autofahrer die letzten Kilometer zum Ziel absolvieren sollen.

Der VW-Roller passt in jeden Kofferraum

Der City-Surfer von VW soll nur 11 kg wiegen und zusammengefaltet problemlos in jeden Kofferraum passen. „So ähnlich wie die Segways, die Sie jetzt schon häufig in Großstädten sehen“, sagte Winterkorn der Bild am Sonntag in seinem ersten großen Interview nach dem Machtkampf mit dem zurückgetretenen Aufsichtsrats-Chef Ferdinand Piech.

Der Elektroroller wird über eine Lenkstange bedient, der Fahrer steht auf zwei Fußstützen. Neben einem großen Vorderrad verfügt das Gefährt über zwei kleine Stützräder, die hinter den Fußstützen montiert sind. Der City-Surfer soll in der zweiten Jahreshälfte des kommenden Jahres auf den Markt kommen. VW will das elektrische Dreirad für unter 1000 € verkaufen.

Last Mile Surfer kann 25 km/h schnell fahren

Pro Akkuladung schafft der Roller etwa 20 km und wird eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h erreichen. Das macht die elektrische Alltagshilfe zu einem guten Partner bei der modernen Pendlermobilität.

Die soll so funktionieren: Das Auto stellt der Pendler außerhalb der Innenstadt auf einem Parkplatz ab. Die letzten Kilometer zu seinem Arbeitsplatz in der City legt er dann mit dem elektrischen Dreirad zurück. Emissionsfrei und leise kann eine solche Pendlermobilität die stark belasteten Innenstädte entlasten.

Auch Mini denkt an die Pendler von Morgen

Natürlich ist der Volkswagen-Konzern mit seiner Idee nicht alleine. Auf der Auto-Show im November 2014 in Los Angeles präsentierte Mini das Konzept Citysurfer, einen elektrifizierten Tretroller.

Der etwa 18 kg schwere Flitzer erreicht ebenfalls maximal 25 km/h. Allerdings verlangt Mini noch etwas Beinarbeit. Erst wenn durch den Antritt des Fahrers die Mindestgeschwindigkeit erreicht ist, schaltet sich der Elektromotor hinzu.

Die Geschwindigkeit regelt der Surfer mit einem Daumenschalter. Wenn der Akku schlapp macht, ist das kein Problem. Denn der Tretroller von Mini lässt sich auch ohne Strom wie ein klassischer Tretroller fahren.

Ford präsentiert E-Bike zum klappen

Einen anderen Ansatz zur Lösung des gleichen Problems hat Ford im März auf dem Mobile World Comgress 2015 in Barcelona der Öffentlichkeit präsentiert. Das Ford MoDe: Me ist ein elektrisch betriebenes Klapprad mit Ausstattungsdetails für technikverliebte Nerds. Das E-Bike ist per App zu bedienen. Per Vibrationshinweis im Lenker findet der Pendler das gewünschte Ziel.

Nette Idee: Der Blinker an dem smarten Rad funktioniert automatisch. Der Motor liefert 200 Watt und bieten Tretunterstützung für bis zu 25 Kilometer an. Ein nach hinten gerichteter Ultra-Schall-Sensor warnt den Fahrer durch Vibrieren des Lenkers vor überholende Pkw. Diese wiederum werden durch Lichtsignale am Lenker auf das E-Bike aufmerksam gemacht.

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Von Detlef Stoller
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