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16.06.2015, 15:44 Uhr | 1 |

Projekt Hyperloop Tesla-Gründer Elon Musk sucht Ingenieure für Überschallzug

Es kommt neue Bewegung ins Hyperloop-Projekt von Elon Musk: Der Visionär und Multimilliardär sucht in einem Wettbewerb nach Ingenieuren, die Transportkapseln für seinen Überschallzug entwickeln. Er soll wie eine Rohrpost funktionieren. 

Hyperloop
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Der Hyperloop könnte nicht nur Distanzen in den USA überwinden, sondern auch in der Welt. Doch zuerst sollen jetzt Ingenieure die technischen Probleme lösen, wie man eine Kapsel in einer geschlossenen Röhre betreiben kann.

Foto: Hyperloop Transportation Technologies

Elon Musk hatte seine Idee eines Überschallzugs bereits 2013 vorgestellt, doch dann war es lange Zeit ruhig um Projekt Hyperloop. Jetzt hat der Tesla-Gründer offenbar wieder Zeit gefunden für den nächsten Schritt: Er hat einen Wettbewerb namens SpaceX Hyperloop Pod Competition ausgerufen, in dem Ingenieure bis September 2015 Ideen für eine Passagierkapsel einreichen können. 

SpaceX baut Teststrecke in Kalifornien

Und während die Ingenieure tüfteln, bleibt Musk nicht untätig: Sein Unternehmen SpaceX baut in der Nähe von Hawthrone in Kalifornien eine Teststrecke. Dabei handelt es sich um eine 1,6 km lange Röhre, die einen Durchmesser von rund 1,5 m hat und auf Stelzen ruht. Sie soll Mitte 2016 fertig sein und den besten Kandidaten die Chance geben, die Tauglichkeit ihrer Passagierkapseln in der Praxis unter Beweis zustellen. 

In der Theorie funktioniert der Hyperloop ähnlich wie eine Rohrpost: In der schmalen Röhre herrscht ein Teilvakuum. Die Passagierkapseln erzeugen an ihren Kufen mit Pressluft ein Luftkissen, auf dem sie wenige Millimeter hoch schweben. Magnetschwebetechnik sorgt für die Vorwärtsbewegung, Energie liefern Solarpaneele auf der Fahrröhre. 

Kapseln schießen mit 1235 km/h durch Vakuumröhre

Dabei können die Kapseln dank des niedrigen Luftdrucks in der Röhre mit wenig Energieaufwand schneller vorwärtskommen als der Schall (rund 1235 km/h). Das entspricht in etwa 340 m/s. Die Kapseln werden allerdings nur 1,35 m breit und 1,10 m hoch sein. Die Passagiere müssen daher wie auf einem Liegestuhl Platz nehmen. 

 

SpaceX hat den Teilnehmern einen Fragenkatalog mit auf den Weg gegeben, der ihnen die größten zu lösenden Probleme zeigt: Wie etwa muss die Außenhaut der Kapseln gestaltet sein, damit sie der Wärmeentwicklung standhalten? Wie lässt sich ihre Position in der Röhre bestimmen? Welches Sicherheitssystem greift, wenn plötzlich der Strom ausfällt oder ein Schaden in der Röhre auftritt? Auch mit der Konstruktion der Luftkissen und der Kommunikation mit den Kontrollstationen und Bahnhöfen werden sich die Ingenieure herumschlagen müssen. 

Ingenieure stehen vor einem Berg ungelöster Probleme 

Mit dem Wettbewerb kommt Musk seinem Ziel ein Stück näher, die schnellste Verkehrsverbindung zwischen den kalifornischen Metropolen Los Angeles und San Francisco zu realisieren: Die Kapseln bräuchten für die knapp 600 km lange Strecke weniger als 30 Minuten – mit dem Flugzeug dauert es derzeit eine Stunde und dreißig Minuten. Auch die Kapazität wäre beachtlich: In Musks Vision fahren die Kapseln mit je 28 Passagieren im Sekundentakt ab und befördern 840 Passagiere pro Stunde. 

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Von Patrick Schroeder
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kommentare
28.06.2015, 00:15 Uhr Progetti
Elon Musk sollte sich doch besser am Maglev- System orientieren und eine mögliche Hochtemperatur- Supraleitung mit geschlossenen Graphen- Ringen erforschen, dabei braucht man keine aktive Kühlung, weil Kohlenstoff und insbesondere Graphen einen negativen Temperaturgradienten für den elektrischen Widerstand besitzt, d.h., bei Erwärmung sinkt der elektrische Widerstand. Die Graphen- Ringe brauchen also nur eine Isolierung gegen Wärmeverlust und gegen Sauerstoff- Kontakt, damit keine Oxydation stattfindet.
Das Teil- Vakuum sollte nicht durch eine Luftpolster gestört werden, aber gute Luftschleusen- Systeme für die Stationen und Strecken- Teilabschnitte wären erforderlich, um möglichen Pannen begegnen zu können. Mit der Bremsenergie der Ankommenden könnten die Nachkommenden beschleunigt werden. Mit magnetischen Wechselfeldern in den Stationen und den in den Zügen eingebauten Graphen- Ringen könnte das Schweben beim ruhenden Zug erreicht werden.

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