18.06.2014, 14:55 Uhr | 0 |

Perfekte Routenplanung Siemens vernetzt Mobilitätsanbieter in der Cloud

Mit dem Leihfahrrad zum Hauptbahnhof, von dort weiter im Zug, anschließend den Rest der Strecke per Carsharing: Das war bislang nervig zu organisieren. Siemens vernetzt nun Mobilitätsanbieter in einer Cloud, um das intermodale Reisen zu vereinfachen und Autofahrern eine Alternative zu kilometerlangen Staus zu bieten.

Viele Autofahrer scheuen sich noch vor dem intermodalen Reisen
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Viele Autofahrer scheuen sich noch mit verschiedenen Verkehrsmitteln zum Ziel zu kommen. Und landen deshalb oft im Stau. Zukünftig sollen sie sich eine Route mit wenigen Klicks auf ihrem Smartphone zusammenstellen können, bei der gleich die optimalen Fahrzeuge für die aktuelle Verkehrssituation miteinander verbunden sind.

Foto: dpa/Bodo Marks

Stau und Parkplatzsuche insbesondere im Berufsverkehr oder zu Stoßzeiten vor Feiertagen erschweren vielen Autofahrern das Leben. Viele scheuen allerdings davor zurück, einen effektiveren Mix unterschiedlicher Verkehrsmittel zu wählen – zu kompliziert und zeitaufwändig sind Kombination und Buchung.

Gemeinsam in der Wolle: Carsharer, Verkehrsbetriebe, Taxis und Fahrradverleiher

Siemens will das sogenannte intermodale Reisen einfacher machen und setzt auf die Vernetzung der Carsharer, Verkehrsbetriebe, Taxis und Fahrradverleiher: Das Unternehmen entwickelt dafür eine Mobilitätsplattform in der Cloud, die es ermöglichen soll, für jeden Weg und Zeitpunkt die passenden Verkehrsmittel zusammenzustellen und zu buchen. Die Teilnehmer sollen ihre Produkte und Informationen integrieren und gleichzeitig ihre Apps anbinden.

Ein Car-Sharing-Anbieter kann dann beispielsweise den Service seiner App verbessern, indem er dem Nutzer nicht nur für einen bestimmten Weg Route, Fahrzeit und Standort des nächsten Autos anzeigt, sondern mit der Anbindung an die Plattform zusätzlich eine Kombination mit der S-Bahn vorschlägt, wenn dies bei einem Stau vorteilhafter ist.

Der Kunde startet über eine App die Anfrage und erhält dann einen optimal zugeschnittenen Verkehrsweg mitgeteilt. Beispielsweise könnte er mit dem Rad zur S-Bahn fahren, die Hauptstrecke mit dem öffentlichen Verkehrsmittel zurücklegen und dann das letzte Stück per Carsharing. Die Plattform soll Kundenanfragen intern weiterleiten und für alle Unternehmen die Abrechnung übernehmen.

Pilotversuch in Berlin-Brandenburg

Ein Cloudservice hat den Vorteil, dass sich in Stoßzeiten zusätzliche Rechenleistung schnell hinzufügen lässt. Dies ist bei Mobilitätsanwendungen wichtig, da Anfragen und Buchungen morgens und abends zur Rush-Hour um ein Vielfaches ansteigen. Einen ersten Protyp der Mobilitätsplattform testet Siemens derzeit in Berlin-Brandenburg.

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Von Petra Funk
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