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13.12.2013, 08:40 Uhr | 1 |

Startschuss 2016 Neuer Transportservice fliegt mit Luftschiffen in die Arktis

Alaska, Grönland und Sibirien gehören zu den entlegensten Regionen der Welt. Sie haben meist keine ausreichende Infrastruktur für schwere Frachttransporte. Zwei Unternehmen wollen nun einen Transportservice mit Luftschiffen anbieten. 

Ab 2016 fliegt der Aeroscraft in die Arktis
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Das Luftschiff Aeroscraft kann ohne Bodenpersonal starten und landen. Ab 2016 fliegt es mit 66 Tonnen Fracht an Bord von Island nach Grönland und in andere arktische Regionen. Mit einem Seilkran lässt sich die Fracht sogar aus der Luft abladen.

Foto: Aeros

Der amerikanische Luftschiffproduzent Aeros aus Kalifornien und die Frachtfluggesellschaft Icelandair Cargo aus Island haben einen Vorvertrag für den Bau eines Umschlagzentrums auf Island abgeschlossen. Von hier sollen ab 2016 Luftschiffe Richtung Alaska, Grönland und Sibirien starten. An Bord haben die riesigen Luftschiffe Frachten, die aus aller Welt per Schiff und Flugzeug angeliefert werden.

Luftschiff Aeroscraft kann 66 Tonnen transportieren

Aeros baut in Kalifornien Luftschiffe, die für Werbezwecke, Fernsehübertragen und Frachttransporte eingesetzt werden. Am größten ist das neue Luftschiff Aeroscraft, das eine Last von 66 Tonnen über Entfernungen von bis zu 5740 Kilometer befördern kann.

Im Frachtraum lassen sich Standard-Schiffscontainer, so genannte 40-Fuß-Container, unterbringen. Diese geschützte Frachtbeförderung macht das Luftschiff für Transporte in die Arktis besonders interessant. Schwerere Fracht lässt sich zusätzlich unter dem Gefährt aufhängen.

Luftschiff kann ohne Bodenpersonal starten und landen

Für ein Luftschiff ungewöhnlich ist die Fähigkeit, punktgenau senkrecht zu starten und zu landen. Es setzt dabei auf vier großen Luftkissen auf, eine spezielle Bodeneinrichtung mit Personal und Halteseilen ist nicht erforderlich. Denn auf der Erde gehalten wird das Gefährt, indem das Helium in einem speziellen Verfahren so komprimiert wird, dass es während des Bodenaufenthalts schwerer als Luft ist.

Zum Abladen muss das Luftschiff aber nicht zwangsweise landen: Es verfügt über ein bordeigenes Kransystem, das die Schiffscontainer auch aus der Luft auf Lastwagen herablassen kann.

Besonders profitieren soll der Erzbergbau in Grönland

Grönland soll von dem neuen Transportservice besonders profitieren, weil das Land nicht über eine ausreichende Infrastruktur für Schiffe und Flugzeuge mit schwerer Fracht verfügt. Der Aufbau eines umfangreichen Erzbergbaus setzt aber entsprechende Transportmöglichkeiten für schwere Lasten voraus.

Vom Luftschiff Aeroscraft fliegt bisher die Version 866, die 66 Tonnen Fracht befördern kann. Binnen der nächsten zwei Jahre will Aeros 22 dieser Frachtluftschiffe bauen. Daneben arbeitet das Unternehmen an einer Schwerversion, dem Luftschiff 868, das 250 Tonnen Nutzlast über Entfernungen von 10.000 Kilometer transportieren wird. 

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Von Peter Odrich
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kommentare
13.12.2013, 23:21 Uhr Progetti
Genau so, also mit einem Wärme- Tauscher- Puffer- Speicher, muß ein Lasten- Helium- Luftschiff funktionieren! Für die Wind- Stabilität nach der Anlandung braucht man aber vier schwere Raupen- Fahrzeuge mit Spann- Seilen, die vollautomatisch diagonal ausfahren. Der Kran kann dann die Transport- Güter laden oder entladen. So ähnliche Luftschiffe sollten auch für Löschung von Waldbränden konstruiert werden.

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