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15.07.2015, 08:59 Uhr | 0 |

Studie aus den USA E-Taxis ohne Fahrer könnten CO2-Emissionen drastisch reduzieren

Wenn Taxiunternehmen künftig automatisierte Elektroautos einsetzen, wird der Straßenverkehr im Jahr 2030 kaum noch klimaschädliche Treibhausgase produzieren. Das haben US-Forscher ausgerechnet. Wer umweltfreundlich unterwegs sein will, bestellt ein E-Taxi ohne Fahrer – mit so vielen Sitzen, wie man wirklich benötigt.

Brennender Schriftzug CO2
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Das Fahren mit Elektrotaxis statt mit heute üblichen Pkw in den USA könnte 2030 nach einer Studie aus den Vereinigten Staaten die Treibhausemissionen um bis zu 94 % reduzieren. 

Foto: Uwe Anspach/dpa

Selbstfahrende Elektroautos könnten im Vergleich zum US-amerikanischen Standard-Pkw von heute 2030 in den USA bis zu 94 % weniger Treibhausgase produzieren und bis zu 82 % weniger als Hybridfahrzeuge. Das haben Forscher vom Lawrence Berkeley National Laboratory in den USA ausgerechnet. Sie verglichen die Treibhausgasemissionen des Autoverkehrs in den USA im Jahr 2014 mit dem, was 2030 möglich sein könnte.

Und siehe da: Die besten Marktchancen und die beste Umweltbilanz hätten ihren Modellrechnungen zufolge Taxiunternehmen, die eine Flotte von selbstfahrender Elektroautos in verschiedenen Größen im Angebot hätten.

Fahrzeuggröße je Personenzahl

Die Hälfte der Treibhausgasemissionen werde allein dadurch eingespart, dass fahrerlose Autos stets auf die Zahl der zu befördernden Personen angepasst wären. "Bei den meisten Fahrten in den USA sitzt nur eine Person im Auto", stellt Studienautor Jeffery Greenblatt fest. Selbstfahrende Taxis könnten stattdessen je nach Platzbedarf in geeigneter Größe bestellt werden. "Das spart auf gleich zwei Arten", sagt Greenwald. "Kleinere Fahrzeuge bedeuten weniger Energieverbrauch und geringere Treibhausgas-Emissionen."

Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin Nature Climate Change berichten, errechneten sie die Treibhausgasemissionen von automatisierten Elektroautos im Jahr 2030 auf der Basis von drei Annahmen: Sie gingen erstens davon aus, dass bei der Stromerzeugung zukünftig immer weniger Treibhausgase ausgestoßen werden. Sie nahmen zweitens an, dass die Zahl kleinerer Fahrzeuge zunehmen wird, weil sich die Größe der Autos an der Zahl der Insassen orientieren wird. Und drittens gingen sie von einer Zunahme der jährlich gefahrenen Meilen insgesamt bei gleichzeitiger Steigerung des Wirkungsgrades des Elektroantriebs und damit auch der Wirtschaftlichkeit aus.

Kombiniert führten diese Faktoren im Berechnungsjahr 2030 zu einer drastischen Verringerung der Treibhausgasemissionen pro gefahrene Meile in den USA. Weitere Faktoren wie eine energiesparende Fahrweise automatisierter Fahrzeuge seien dabei noch nicht einmal berücksichtigt. Selbst wenn die Amerikaner 2030 insgesamt erheblich mehr Meilen mit dem Auto zurücklegten als 2014 und sich auch noch die Durchschnittsgeschwindigkeit erhöhe, bestehe aufgrund dieser Faktoren immer noch ein gewaltiges Einsparpotential an Treibhausgasemissionen, resümieren die Wissenschaftler ihre Studie.

27 % der Treibhausgase gehen auf das Konto des Transportwesens

Wenn nur 5 % aller Autos, die 2030 in den USA unterwegs sind, Elektrolimousinen ohne Fahrer wären, sparten die Amerikaner rund 800 Mio. l Erdöl und über 2 Mio. t CO2-Emissionen pro Jahr ein, rechnen die Forscher vor.

Mit rund 15 % Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen lagen die USA im vergangenen Jahr auf Platz zwei hinter China. Gut ein Viertel aller CO2-Emissionen in den USA gehen auf das Konto des Transportwesens. Einem Bericht der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde Environmental Protection Agency (EPA) zufolge produzierten die USA im Jahr 2013 6673 Mio. t Treibhausgase – Tendenz übrigens sinkend. 27 % davon entstanden beim Verbrennen fossiler Brennstoffe für Autos, Lastwagen, Schiffe, Züge und Flugzeuge. Mehr als 90 % des Kraftstoffs für den Transport basierte auf Erdöl und umfasste damit Benzin und Diesel.

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Von Susanne Neumann
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