12.12.2013, 12:32 Uhr | 0 |

Fotos als Direktnachrichten Private Kommunikation auf Twitter wird einfacher

Twitter rückt mit einem Update seiner mobilen Apps die private Kommunikation zwischen den Nutzern mehr in den Vordergrund. So können über die privaten Direktnachrichten nun auch Fotos verschickt werden.

Twitter-Nutzer
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Eine neue Twitter-Version erlaubt es nun, Fotos als private Direktnachricht zu verschicken. Mit dieser neuen Funktion will Twitter verhindern, dass noch mehr jüngere Nutzer zu What's-App abwandern. 

Foto: Twitter

Die neue Twitter-Version erlaubt nun auch Nachrichtenaustausch, ohne dass die ganze Welt mitlesen kann. Zwei Nutzer der Software können direkt miteinander Nachrichten austauschen und dabei auch Fotos als Direktnachricht verschicken. Funktionen, die Nutzer des Nachrichtendienstes What’s-App schon lange kennen.

Trend bei Jugendlichen geht ins Private

Mit diesem deutlichen Schwerpunkt auf der privaten Kommunikation folgt Twitter einem Trend bei Jugendlichen. Im Frühjahr sorgte eine Untersuchung der amerikanischen Analyse-Firma Socialbakers für Aufsehen, nach der Jugendliche zunehmend mehr von öffentlichen Netzwerken auf private ausweichen wie beispielsweise den Messenger-Dienst What´s App.

Zwar löste Twitter seinen größten Konkurrenten Facebook bei den Nutzer-Zahlen unter Jugendlichen ab, die Zukunftsprognosen waren zu dem Zeitpunkt aber eher düster: Nur ein Viertel der 12- bis 24-Jährigen soll 2017 noch das Kurznachrichtenportal zur Kommunikation nutzen.

Zur gründlichen Aktualisierung der mobilen Apps gehören aber weitere Neuerungen. Twitter hat erneut die Bedienoberfläche der App überarbeitet: Neben dem Button für Direktnachrichten versammelt ein neuer Knopf alle Benachrichtigungen. Die Haupt-Timeline wechselt nun durch seitliches Wischen zu den Sparten „Discover“ und „Activity“. Discover enthält aktuelle Trendthemen und beliebte Tweets, Activity dagegen Tweets, die den Leuten gefallen, denen man selbst folgt.

Besonderes Augenmerk auf Android

Zusätzlich gibt es Verbesserungen beim Betriebssystem. Unter Apples Betriebssystem iOS sind etwa In-App-Benachrichtigungen neu, wenn andere den Nutzer kontaktieren. Außerdem wird die Weitergabe von Links an die Safari-Leseliste unterstützt.

Googles Android-User haben nun eine einfache und schnelle Möglichkeit, System-Benachrichtigungen für bestimmte Nutzer zu aktivieren. Dazu klickt man einfach auf einen Stern neben dem Namen.

Auf Android richtet Twitter besondere Aufmerksamkeit: Erst im vergangenen Monat hat der Kurznachrichten-Dienst ein „Android Alpha Program“ gestartet. Damit stellt er Vorabversionen seiner Android-Software für Testläufe zur Verfügung. Die Teilnahme ist nur auf Einladung möglich. Der Grund: Android hat für Twitter den Vorteil, dass es Apps mehr Möglichkeiten lässt. Daneben hat es sich mit rund 81 Prozent Marktanteil weltweit bei neuverkauften Mobiltelefonen als Smartphone-Betriebssystem durchgesetzt, iOS liegt derzeit bei Neugeräten nur noch bei 13 Prozent.

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Von Andrea Ziech
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