22.03.2013, 20:59 Uhr | 0 |

Mediensplitter

Einspeiseentgelte:Kabel Deutschland scheitert mit Klage gegen WDR

Bei den Klagen gegen die öffentlich-rechtlichen Sender wegen der Kabeleinspeisegebühren hat Kabel Deutschland eine erste Niederlage erlitten. Das Landgericht Köln wies am Donnerstag letzter Woche eine Klage gegen den WDR als größtenteils unzulässig und unbegründet ab (AZ: 31 O 466/12). Kabel Deutschland will erzwingen, dass die öffentlich-rechtlichen Sender weiterhin für die Einspeisung ihrer Programme in die Kabelnetze zahlen. ARD, ZDF und Arte hatten bisher 60 Mio. € jährlich an die großen Netzbetreiber Kabel Deutschland und Unitymedia Kabel BW überwiesen, die Verträge aber zum Ende des Jahres 2012 gekündigt. Laut WDR sind die Netzbetreiber gesetzlich zur Einspeisung der Programme verpflichtet. Die Kabelanbieter sehen in der Verpflichtung, die öffentlich-rechtlichen Sender zu übertragen, auch die umgekehrte Verpflichtung, dass diese dafür zahlen. Das Kölner Landgericht sah die Klage gegen den WDR jedoch zum einen als unzulässig an. Kabel Deutschland könne nicht gegen die einzelne Rundfunkanstalt klagen, da der Vertrag mit allen ARD-Anstalten gemeinsam geschlossen worden sei. Außerdem stellte das Gericht laut WDR fest, dass die Kündigung des Vertrags wirksam sei. Ein Missbrauch der Marktmacht liege ebenfalls nicht vor. wdr/jdb

Fernsehen: Viele der aufgenommenen Sendungen werden nie angeschaut

Rund ein Drittel des wöchentlichen Fernsehkonsums (29 %) findet aus der Konserve statt, aus aufgenommenen TV-Sendungen. Dies ist ein Ergebnis der globalen Studie Media Engagement Barometer, die die Google-Tochter Motorola Mobility nach Befragung von 9500 TV-Zuschauern in 17 Ländern erstellt hat. Demnach schauen die Besitzer von Videorekordern sogar rund eine Stunde länger pro Woche als die Zuschauer, die nur lineares (Live-)TV sehen. Kurios dabei: Gut ein Drittel (36 %) der aufgenommenen Inhalte wird vergessen und niemals angeschaut. Die Studie kommt auch zu dem Ergebnis, dass das Wohnzimmer noch immer der wichtigste Ort des TV-Konsums ist (50 %), rund ein Drittel der Befragten schaut primär im Schlafzimmer. Und der Trend geht ganz klar zum "Multi-Screen-Home": PCs, Tablets und Smartphones werden für den Fernsehzuschauer immer wichtiger. So wünschen sich 76 % der Befragten die Möglichkeit, ihre bevorzugten Sendungen auf mobile Geräte zu laden und dann zu schauen, wenn sie unterwegs Zeit dazu haben. Übrigens: Die intensivsten Fernsehzuschauer leben in den USA: Sie schauen 23 Stunden pro Woche TV-Sendungen und obendrein noch sechs Stunden lang Kinofilme. Schweden und Japan hingegen haben mit 15 Stunden TV- und zwei Stunden Filmkonsum die niedrigsten Werte. mm/jdb

TV-Technik: Panasonic prüft Ausstieg aus Plasma-TV-Produktion

Der japanische Panasonic-Konzern stellt sein Geschäft mit Plasma-Fernsehern auf den Prüfstand. "Wir prüfen mehrere Optionen für unser TV-Geschäft. Es ist aber noch nichts entschieden worden", meinte ein Firmensprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Der ehemals führende Anbieter von Plasma-TV-Geräten erwartet einen deutlichen Umsatzrückgang in dem Segment. In den besten Jahren 2009 und 2010 konnte Panasonic mit Plasma-Fernsehern einen Umsatz von umgerechnet mehr als 8 Mrd. € erwirtschaften. Bis 2015/16 rechnet man mit einem Rückgang um mehr als die Hälfte, so berichtet die Zeitung Nikkei. Der Trend entwickle sich laut Panasonic eindeutig zu LCD-Geräten hin. Daher wolle der Konzern seine Plasma-TV-Fertigung am Standort Amagaskei in Westjapan bis 2014 stilllegen. Insgesamt prognostiziert Panasonic für das Ende März ablaufende Fiskaljahr einen Nettoverlust von rund 765 Mrd. Yen (rund 6,2 Mrd. €). rtr/non

Pay-TV: Sky bringt HD-Receiver
mit 2-TByte-Festplattenspeicher

Ab 26. März bringt Sky den Sky+-HD-Receiver mit einer 2 TByte großen Festplatte auf den Markt. Damit können laut Sky etwa 100 HD- oder rund 300 SD-Filme in das persönliche Archiv geladen werden. Außerdem steht dem Nutzer die an Inhalt erweiterte Mediathek des zusätzlich kostenlos nutzbaren On-Demand-Service Sky Anytime zur Verfügung. Mit dem Programmführer Sky Guide können Kunden zudem von überall über Computer, iPad,
iPhone oder iPod touch die Aufnahme ihrer Lieblingssendungen programmieren. sky/non

jbillerbeck@vdi-nachrichten.com

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Von Wdr/Jens D. Billerbeck
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