22.05.2014, 14:25 Uhr | 0 |

Jetzt auch bezahlpflichtige Angebote Google startet Online-Kiosk für deutsche Zeitungen und Zeitschriften

Trotz ihrer Streitigkeiten um die Darstellung von Verlagsinhalten im Internet gibt es ein neues Kooperationsprojekt zwischen Google und den Zeitungsverlagen: Der Suchmaschinenriese erweitert seine Kiosk-App um bezahlpflichtige deutsche Zeitungen und Zeitschriften.

Zeitungsständer am Kiosk
Á

Ein Zeitungsständer am Kiosk: Das gibt es jetzt auch digital. Google hat seinen Google Play Kiosk in Deutschland jetzt um bezahlpflichtige Zeitungen und Zeitschriften erweitert.

Foto: dpa/Martin Gerten

Google hat seinen Google Play Kiosk in Deutschland jetzt um bezahlpflichtige Zeitungen und Zeitschriften erweitert. Bisher waren hierzulande im Kiosk nur kostenlose Inhalte zu erhalten.

Der digitale Kiosk kommt in Form einer App für Smartphones und Tablet Computer unter dem Google-Mobilbetriebssystem Android. Zu den Startpartnern für bezahlte Inhalte gehören unter anderem die Bauer Media Group, der Condé Nast Verlag, der Spiegel Verlag und die Verlagsgruppe Handelsblatt, teilte Google heute in Hamburg mit.

Über die App Google Play Kiosk können die Benutzer auf die Inhalte von rund 130 deutschsprachigen Publikationen zugreifen, darunter 80 Magazine, 50 Zeitungen sowie zahlreiche Nachrichten-Websites und Blogs. Darüber hinaus bietet der Kiosk noch Inhalte aus mehr als 1500 internationalen Quellen.

Optimierte Darstellung für unterschiedliche Geräte

Google stellt in seiner App die Inhalte für das jeweils benutzte Mobilgerät optimiert dar. Dabei werden Zeitschriften in einem E-Paper-Format ausgeliefert.

Für Leser, die ein Smartphone benutzen, gibt es eine alternative Textansicht. Auf Desktop-PCs werden die Zeitungen und Zeitschriften im Original-Layout mit Lupenfunktion und Vollbild-Modus angezeigt.

Sonderangebote am nächsten Wochenende

Am 25. Mai will Google eine große Einführungsaktion mit zahlreichen kostenlosen Magazinen starten.  Zum Testen der Angebote sollte man also am kommenden Sonntag einfach noch mal hineinschauen.

Bei den Testabos für Zeitschriften muss man jedoch vorsichtig sein: Mit Ablauf der Testphase geht auch ein Testabo direkt in ein kostenpflichtiges Abo über. Wer das nicht möchte, ist gut beraten, noch während der Testzeit zu kündigen, heißt es in den Store-Richtlinien. Alle Publikationen, die man in der Testphase kostenlos bezogen hat, bleiben dann erhalten.

Flexible Regelungen für die Aufteilung der Erlöse

Nach Angaben von Google können Verlage ihre Inhalte den Nutzern als Monats- oder Jahresabonnement, aber auch als Einzelverkauf anbieten. Die Android-App unterstützt darüber hinaus aber auch Bezahlschranken für Online-Angebote und kostenlose Angebote, die durch Werbung finanziert werden.

Wie die Erlöse zwischen den Verlagen und Google aufgeteilt werden, geben weder der Internet-Konzern noch die Verlage bisher an.  Nach Informationen von dpa soll diese Aufteilung auf Basis individueller Vereinbarungen geregelt und flexibler gestaltet sein als bei Googles Wettbewerber Apple, wo die Verlage in der Regel 70 Prozent der Einnahmen erhalten.

Mit dem Deutschlandstart bringt Google seine Kiosk-App auch für Frankreich heraus. In den USA, Großbritannien und Italien gibt es das Angebot schon länger.

Anzeige
Von Klaus Ahrens
Zur StartseiteZur Startseite
schlagworte: 
kommentare

Aktuell wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben. Loggen Sie ich ein oder melden Sie sich neu an, wenn Sie noch keine Zugangsdaten haben
> Zum Login     > Neu anmelden