06.05.2014, 15:13 Uhr | 0 |

Flache Sensoren und Lautsprecher Brauerei Beck’s entwickelt weltweit erstes Musikposter

Ist das ein Poster? Oder doch ein überdimensionaler Walkman? Die Bremer Brauerei Beck's verblüfft gerade die Neuseeländer mit einem Poster, aus dem wummernde Beats klingen, wenn man den aufgedruckten Startknopf drückt. Sensoren, eine leitfähige Tinte und ultraflache Lautsprecher machen das erste Musikposter der Welt möglich.

Die Beck´s Edison Bottle
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Musik auf der Flasche: Thomas Edison, dem Erfinder des Phonographen, zollte Beck´s im vergangenen Jahr anlässlich Neuseelands Musikmonat Mai besonderen Tribut. Die Edison Bottle ist eine Bierflasche, die Musik ähnlich einer Schallplatte mit Rillenvertiefungen auf der Glasoberfläche speichert. In diesem Jahr hat Beck`s mit dem weltweit ersten Musikposter verblüfft.

Foto: Shine Limited

Die Sounds kommen satt aus dem Poster: 80 Watt leistet der eingebaute flache Lautsprecher. Entwickler der Technik ist das britische Unternehmen Novalia aus Cambridge. Sobald man einen der 20 Berührungspunkte auf dem Poster touchiert, schickt eine leitende Tinte elektrische Signale zu einem Prozessor auf der Rückseite. Dieser spielt dann einen der zehn vorinstallierten Songs ab. Insgesamt zwölf Minuten Musik stecken in dem Poster, das aussieht wie ein riesiger Walkman.

Musikposter wird zunächst in neuseeländischen Städten hängen

Anlass der Entwicklung ist Neuseelands Musikmonat Mai, der 2014 hauptsächlich von der Brauerei Beck’s gesponsert wird. Die Musikposter werden überall im Land um Auckland, Christchurch, Hamilton, Whangarei, Wellington und Dunedin in der ersten Woche des Musikmonats zu sehen und zu hören sein. Die gespeicherten Lieder stammen unter anderem von Bands wie Phoenix Foundation oder Third eye and two Wolves. „Die Poster sind perfekt, um den Neuseelands Musikmonat zu feiern“, meint auch Pete Dick, Brand Manager von Becks’s in Neuseeland.

Erfinder Simon Curran hält weitere Anwendungen für möglich

Es ist nicht das erste Mal, dass Beck's gemeinsam mit der Agentur Shine ein alternatives Musikgerät entwickelt. 2013 kam Musik aus der sogenannten Beck´s Edison Bottle. Sie erinnert an den Phonographen, den Thomas Edison im Jahr 1877 erfunden hat. Die Rillenvertiefungen liegen allerdings nicht in einer Walze, sondern in der Glasoberfläche einer rotierenden Bierflasche. Eine Nadel kann die gespeicherte Musik auslesen. 

Die Begeisterung war damals so groß, dass die Ideenfindung weiterging. Man hätte irgendein Objekt nehmen können, sei es ein Tisch oder ein Backstein, aber es wurde in diesem Fall ein Plakat, erzählt Simon Curran von Shine. Auch in anderen Branchen sei der Einsatz denkbar. 

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Von Petra Funk
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