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07.04.2014, 16:06 Uhr | 0 |

Hannover Messe 2014 Merkel gibt Startschuss für bedeutendste Industriemesse der Welt

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Sonntagabend in Hannover die Hannover Messe 2014 eröffnet, die bedeutendste Industriemesse der Welt. Und die steht unter dem Motto „Integrated Industry – Next Steps“ ganz im Zeichen des zukunftsweisenden Themas Industrie 4.0. 

Der Begriff Industrie 4.0 bezeichnet die vierte industrielle Revolution, in der sich Fabriken dank Einbindung aller Maschinen und Anlagen in das Internet in sogenannte Smart Factories verwandeln. „Das von mir jahrelang als eine eher theoretische Sache gesehene Internet der Dinge bekommt immer mehr ein Gesicht“, erklärte Merkel während ihrer Eröffnungsrede. „Das heißt, dass sich die Fabriken in Zukunft selbst organisieren.“ Sie könnten somit beispielsweise schneller auf Marktschwankungen reagieren und Lagerkosten senken.

Um an Schnittstellen von Internet und klassischen Industriebereichen wie dem Maschinenbau weiterarbeiten zu können, sei laut Merkel jetzt branchenübergreifende Initiative gefragt. Merkel lobte die Plattform Industrie 4.0, eine Zusammenarbeit zwischen dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI), dem Maschinen- und Anlagenverband VDMA und dem Hightech-Verband Bitkom. „Das war nicht trivial. Deshalb streiche ich das hier noch einmal heraus“, betonte Merkel. Sie hängte eine Bitte an: „Vertragen Sie sich, seien Sie neugierig auf das, was kommt, und hängen Sie nicht zu sehr an Ihren alten, einzelnen Branchen.“

BDI-Präsident Grillo sorgt sich um ITK-Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands

Düsterere Wolken zogen hingegen während der Rede von Ulrich Grillo auf. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) stellte auf dem Wirtschaftsforum zur Eröffnung der Hannover Messe fest, dass Deutschland auf dem zentralen Zukunftsfeld der Informations- und Kommunikationstechnik (ITK) zurückgefallen sei. „Deutschland verliert den Anschluss an die Weltelite“, zeigte sich Grillo besorgt. „Der Konkurrenz aus den USA müssen wir etwas entgegensetzen.“ Europäische Firmen kämen derzeit nicht einmal auf ein Zehntel der globalen ITK-Umsätze. Sollte sich das nicht ändern, gerate die Stärke der Industrie und des Maschinenbaus hierzulande absehbar in Gefahr.

Merkel will europäische Rückstände gemeinsam mit Niederlanden wettmachen 

Um den internationalen Rückstand aufzuholen, ist in Merkels Augen ein Schulterschluss zwischen den Niederlanden, dem Partnerland der Hannover Messe, und Deutschland sinnvoll. „Wenn man sich mit der Digitalwirtschaft in Europa befasst, dann kommt man darauf, dass die Niederlande etliche Fähigkeiten haben, die wir mit den deutschen Fähigkeiten zusammentun sollten, um auch Rückstände aufzuholen, die wir, weltweit betrachtet, haben.“ Die Niederlande sind als Partnerland mit rund 270 Ausstellern im Dutch-Solutions-Pavillon vertreten.

Noch bis zum 11. April zeigen rund 5000 Aussteller aus 65 Ländern auf der Hannover Messe http://www.ingenieur.de/Panorama/Hannover-Messe-2014 ihre Neuheiten. Ingenieur.de hat bereits im Vorfeld der Messe berichtet. Unter anderem über einen Cyberspace für Ingenieure, winzige Implantate aus dem 3D-Drucker und superfeine Garne aus Cellulose

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Von Patrick Schroeder
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