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09.07.2014, 09:42 Uhr | 0 |

Studie des VDMA 80 Prozent der Maschinen- und Anlagenbauer bleiben in Deutschland

Der deutsche Maschinenbau setzt auch weiterhin auf den Standort Deutschland: Nur jedes fünfte Unternehmen will der billigen Konkurrenz aus Fernost mit einer Produktionsverlagerung ins Ausland begegnen, so das Fazit der aktuellen VDMA-Studie „Zukunftsperspektive deutscher Maschinenbau“. 

Monteure arbeiten an Naben für Windkraftanlagen in Rostock
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Monteure arbeiten an Naben für Windkraftanlagen in Rostock. Trotz Standortnachteilen wie hohe Lohnkosten und Steuern wollen die meisten Anlagenbauer in Deutschland bleiben. Für die Zukunft steht die Vernetzung der Produktionsprozesse an. 

Foto: dpa/Jens Büttner

Der internationalen Konkurrenz wollen sich die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer auch in Zukunft vor allem von ihrem heimischen Standort aus stellen. Nur jeder Fünfte plant eine Produktionsverlagerung ins Ausland. Stattdessen setzen die Unternehmen auf eine stärkere Automatisierung der Fertigung, Prozessinnovationen und integrierte Lösungen, um auch von Deutschland aus wettbewerbsfähig zu bleiben.

Zur Zukunftsstrategie gehören außerdem der Ausbau des Servicegeschäfts und ein stärkerer Fokus auf die individuellen Wünsche der Kunden. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Zukunftsperspektive deutscher Maschinenbau“. Dafür befragte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) gemeinsam mit der Unternehmensberatung McKinsey 333 Unternehmen aus allen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus.

Maschinenbau machte letztes Jahr 206 Milliarden Euro Umsatz

„Die deutsche Maschinenbau-Industrie hat ihren Wettbewerbsvorteil durch konsequenten Ausbau der in ihrer eigenen Verantwortung stehenden Standortbedingungen erarbeitet, trotz der bestehenden Standortnachteile wie Lohnkosten, Steuern und Regelungsdichte“, sagte VDMA-Präsident Reinhold Festge bei der Vorstellung der Studie. Der Maschinenbau ist der Industriezweig mit den meisten Mitarbeitern in Deutschland: Mit nahezu einer Million Beschäftigten erreichte er vergangenes Jahr einen Umsatz von 206 Milliarden Euro.

Bei der Befragung zeigen die Maschinenbauer auch ein gesundes Selbstbewusstsein. Viele sehen sich als Innovationsführer, 60 Prozent sehen ihr Angebot im Premiumsegment. Auch eine Premiumpositionierung sei jedoch kein Erfolgsgarant, warnt Festge.

Vernetzung der Produktionsprozesse bietet Optimierungschancen

Seiner Ansicht nach bietet der Trend zur Vernetzung von Produktionsprozessen eine herausragende Chance, die Technologie- und Logistikketten zu optimieren. Das führe zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und sichere damit auch die Beschäftigung in der Produktion. „Wir haben die Zukunft also selbst in der Hand, wenn wir weiterhin qualitativ bessere und wirtschaftlichere Maschinen bauen als der Wettbewerb oder eine Produktnische besetzen. Grundsätzlich müssen wir natürlich immer unsere Profitabilität gewährleisten.“

Diese Trends im Maschinenbau sahen auch die Studienteilnehmer: Rund drei Viertel von ihnen halten die steigende Nachfrage nach kundenspezifischen System- und Integrationslösungen für einen der Top-Trends, 70 Prozent setzen auf eine steigende Nachfrage aus Ländern außerhalb Europas. Für 45 Prozent spielen Wettbewerbsfaktoren am Standort Deutschland eine zunehmende Rolle.

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Von Andrea Ziech
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