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28.05.2014, 12:19 Uhr | 0 |

Flug MH370 Veröffentlichtes Satellitenprotokoll gibt Angehörigen neue Hoffnung

Die malaysische Regierung hat ein Protokoll des Satelliten veröffentlicht, der bis zuletzt mit der Boeing 777 des Unglücksfluges MH370 kommuniziert hat. Das gibt den verzweifelten Angehörigen neue Hoffnung: Sie können die Daten an unabhängige Experten weitergeben und auf neue Erkenntnisse hoffen.

Bald drei Monate ist es her, dass MH370 vom Radar verschwand
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Bald drei Monate ist es her, dass MH370 vom Radar verschwand. Das Schicksal der 239 Passagiere ist unklar. Neue Erkenntnisse erhoffen sich die zurückgebliebenen Angehörigen nun durch die veröffentlichten Satellitendaten.

Foto: dpa

Es sind mehr als 40 Seiten lange Kolonnen von Zahlen und Buchstaben, die Laien gar nichts sagen. Beispiel: 7/03/2014 - 16:55:29.689 - IOR-T1200-0-3718 – IOR – 305 – 12 T-Channel RX - Subsequent Signalling Unit. Klar wird daraus nur, dass ein Satellit am 7. März um 16.55 Uhr ein Signal empfangen hat. Was es bedeutet, können nur Experten klären. Und es melden sich schon die ersten Fachleute zu Wort, die sagen, dass mit den jetzt veröffentlichten Daten, die von den Triebwerken automatisch an einen Satelliten gesandt werden, wenig anzufangen sei.

Angehörige gründen Facebookgruppe Cry for truth

Dennoch hoffen die Angehörigen der 239 Menschen, die an Bord der verschollenen Maschine waren, dass sie nun endlich Antworten bekommen. In der Facebookgruppe der MH Families mit dem Namen Cry for truth hagelte es seit Wochen scharfe Kritik an den Behörden. Sie würden die Wahrheit verschleiern, ein böses Spiel spielen, heißt es dort immer wieder.

Bald drei Monate ist es her, dass die Boeing 777 der Malaysian Airlines, die von Kuala Lumpur aus in Richtung Peking gestartet war, einfach vom Radar verschwand. Später wurde sie von einem militärischen Radar auf einer ganz anderen Route geortet, bevor sie die Kontrollzentren endgültig aus den Augen verloren. Ob das Flugzeug in dem Zeitraum, aus dem die Satellitendaten stammen, überhaupt noch gesteuert wurde oder schon im Blindflug über den Ozean irrte, ist völlig unklar.

Ob Terroristen an Bord waren, technische Probleme den Absturz verursachten, die Piloten schwere Fehler machten – niemand weiß bis heute, was zum Verschwinden führte. In den ersten Wochen der Suche, an der Dutzende Flugzeuge und Schiffe beteiligt waren, wurden immer wieder Gegenstände im Meer gefunden. Aber keiner von ihnen wurde als Wrackteil der Boeing bestätigt.

Die Angehörigen versuchen über die Facebookseite, das Schicksal der Passagiere und Crewmitglieder des Fluges MH370 nicht aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden zu lassen. Erst heute postete die Gruppe das Hochzeitsfoto von Chefsteward Andrew Nari – er hat vor genau 20 Jahren geheiratet. Seine Frau und die beiden Kinder, heißt es da, hoffen immer noch, dass er gesund nach Hause kommt.

U-Boot sucht nach Unglücksmaschine

Derzeit sucht ein unbemanntes U-Boot das vermutete Absturzgebiet westlich von Australien in einem Radius von 400 Kilometern ab – bislang ohne jeden Erfolg. Die Behörden wollen die Suche noch nicht aufgeben, obwohl die Hoffnung immer geringer wird, Hinweise zu finden. Die Blackbox mit dem Flugdatenschreiber hat, wo immer sie liegt, schon vor Wochen aufgehört, Signale zu senden.

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Von Werner Grosch
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