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23.06.2015, 16:37 Uhr | 0 |

Fliegendes Motorrad US-Militär will mit Hoverbike Soldaten auf Luft-Patrouille schicken

Es sieht aus wie ein fliegendes Motorrad, das Hoverbike des britischen Entwicklers Chris Malloy. Die US Army ist so beeindruckt von dem Gerät, dass sie künftig Soldaten mit dem Hoverbike auf Patrouille schicken will. Malloy hat den Auftrag bekommen, das fliegende Gerät weiterzuentwickeln.

Hoverbike mit Pilot
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Die US-Army interessiert sich für die Erfindung des Hoverbike des Briten Chris Malloy. Soldaten sollen es für Aufklärungsflüge nutzen.

Foto: Hoverbike

Für Malloy könnte die Präsentation seines fliegenden Motorrades auf der Paris Air Show in Le Bourget der Durchbruch sein: Dort erlebte die US Army, wie ein menschenähnlicher Roboter im Mini-Format auf einem Quadrocopter wendig durch die Gegend düste. Bereits bei der Kickstarter-Finanzierung des Projekts im vergangenen Jahr wurde in einem Video die Möglichkeit angedeutet, dass irgendwann auch echte Menschen mit der Drohne in die Lüfte gehen könnten – dann allerdings nicht mehr im Spielzeugformat, sondern in größerer Ausführung.

Nun könnte es bald soweit sein: Die Firma des britischen Entwicklers Chris Malloy, Malloy Aeronautics, und das amerikanische Rüstungsunternehmen Survice Engineering haben den Auftrag der US Army bekommen, das Hoverbike weiterzuentwickeln. Das Fluggerät soll derart modifiziert werden, dass darauf zum Beispiel Soldaten komfortabel über unwegsames Gelände gleiten können. Auch der unbemannte Gütertransport soll möglich werden. Malloy Aeronautics selbst bringt noch Rettungs- oder Suchmissionen als mögliche Einsatzzwecke ins Spiel.

Geeignet als Aufklärungsfluggerät für die Armee

Als neue Art taktisches Aufklärungsfahrzeug wird das Entwicklungsziel auf dem Webauftritt des Unternehmens beschrieben. Erst einmal soll Malloy Aeronautics einen Prototyp des neuen Fluggeräts an das US-Militär liefern, der dann von diesem weiterentwickelt wird. Für jenes Unterfangen möchte das britische Unternehmen eigens einen zweiten Standort im US-Staat Maryland eröffnen.

Die Firma bewirbt ihr Hoverbike vor allem damit, dass es über die Freiheiten eines Helikopters verfüge, sich aber genauso einfach steuern lässt wie ein Motorrad. Für das Militär dürfte zudem eine Rolle spielen, dass ein solches Motorrad für die Lüfte deutlich weniger kostet als ein Hubschrauber – und deutlich leiser und unauffälliger ist. Das Hoverbike könnte bodennah und fast unbemerkt eine Gegend auskundschaften oder Rettungseinsätze durchführen.

Ins Rollen, besser ins Fliegen, geriet das Projekt im vergangenen Jahr, als Malloy auf Kickstarter gut 64.000 britische Pfund einsammeln konnte. Dass die Investoren damit auch die Entwicklung eines Militärgeräts vorantreiben würden, ahnten viele da womöglich nicht.

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Von Jan-Martin Altgeld
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