22.07.2014, 13:23 Uhr | 0 |

Vision der BAE Transformer-Jet zerlegt sich während des Flugs in drei Teile

Nein, das ist kein Bild aus dem Hollywoodstreifen Transformers, sondern eine Vision der BAE Systems: Der britische Rüstungskonzern plant einen Tarnkappenjet namens Voltron, der sich im Flug in mehrere Minijets teilt. 

Tarnkappenjet Voltron
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Der Transformer-Jet besteht aus drei autonomen Jets. Miteinander verbunden absolvieren sie einen Langstreckenflug. Dann teilen sie sich in der Luft und erledigen am Einsatzort jeweils ihre Aufgabe. 

Foto: BAE Systems/Screenshot Ingenieur.de

Die Wissenschaftler des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems tüfteln tatsächlich an einem ultraflachen dreieckigen Tarnkappenjet namens Voltron, der sich in der Luft in drei Minijets zerlegt, die jeweils autonom weiterfliegen. Jeder Minijet erledigt am Einsatzort seine Aufgabe, wirft beispielsweise eine Versorgungskapsel für die Soldaten ab.

Wenn dann der Heimflug ansteht, folgt die Rücktransformation. Dieses gigantische Metallpuzzle der Lüfte soll Ressourcen sparen, erklärte ein BAE-Forscher gegenüber der BBC.

Videoquelle: BAE Systems

Das Konzept sei vergleichbar mit der Taktik der Gänse, die in ihrem Formationsflug bei geringem Kraftaufwand gemeinsam weite Strecken zurücklegen.

BAE arbeitet an Laserwaffen für Kampfjets

Der BAE-Forscher verrät sogar weitere Schlüsseltechnologien. In Zukunft könnten Flugzeuge mit 3D-Druckern ausgestattet sein, die für Bodentruppen kurzerhand Ersatzteile herstellen. Und für Star-Wars-Fans besonders spannend: Jets sollen mit Laserkanonen kämpfen.

Einen Vorgeschmack gibt ein Imagevideo, in dem eine Langstreckenrakete auf eine Großstadt zurast. Gerade noch rechtzeitig nähert sich ein futuristischer Tarnkappenjet mit einem rundförmigen Lasersystem am Bauch. Der blaue Laserstrahl kann sich um 360 Grad drehen, erfasst blitzschnell die Rakete und schießt sie ab. Wann diese Technologien einsatzbereit sein könnten, verrät der BAE-Forscher nicht.

BAE übernimmt Projektführung für Kampfjet ohne Piloten

Sowieso kämpft der Konzern in der Gegenwart mit ganz anderen Problemen: Bis letzten Sonntag wartete die Welt auf der Luftfahrtmesse Farnborough auf die Präsentation des F35 Joint Strike Fighters (JSF). Vergeblich. Denn der neue Tarnkappenjet des US-amerikanischen Rüstungskonzerns Lockheed Martin, an dessen Entwicklung BAE beteiligt ist, musste wegen einer technischen Panne am Boden bleiben und durfte nicht anreisen.

Stattdessen gab es eine andere Sensation: Die französische und britische Regierung vereinbarten während der Messe, als nächste Evolutionsstufe der Drohnentechnik einen unbemannten Kampfjet entwickeln zu lassen. BAE übernimmt die Projektführung gemeinsam mit dem französischen Rüstungskonzern Dassault Aviation. 

Neu ist bei BAE-Systems übrigens auch Striker II – ein Pilotenhelm mit einer hochauflösenden Nachtsichtkamera. Das Umgebungsbild erscheint auf einem Display, das direkt vor den Augen des Piloten in den Sichtschutz integriert ist. Das ist laut BAE zuverlässiger und komfortabler als klassische Nachtsichtbrillen. 

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Von Patrick Schroeder
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