10.12.2014, 12:36 Uhr | 1 |

Sediment untersucht Rover Curiosity hat auf dem Mars Hinweise auf Seen entdeckt

NASA-Marsrover Curiosity hat auf dem Roten Planeten Sedimente gefunden, die aus einstigen Seen entstanden sein könnten. Die Hoffnung, auf dem Mars Hinweise auf vergangenes Leben zu finden, hat dadurch neue Nahrung bekommen.

Marsrover Curiosity fährt derzeit den Mount Sharp hinauf
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Marsrover Curiosity fährt derzeit den Mount Sharp hinauf. Wissenschaftler wollen enträtseln, wie Atmosphäre, Wasser und Sedimente aufeinander eingewirkt und die Chemie der Seen verändert haben. 

Foto: NASA

Nach Ansicht der NASA-Wissenschaftler deuten die Sedimente, die Curiosity an den Hängen des Mount Sharp fotografiert hat, darauf hin, dass es an dieser Stelle über einen langen Zeitraum Seen gegeben hat. Die Sedimente wurden nach ihrer Einschätzung über Jahrmillionen in einem großen See gebildet.

Der 5000 Meter hohe Mount Sharp ist das Endziel der Curiosity-Mission auf dem Mars. Der Marsrover erforscht gerade die tiefsten Sedimente des Berges, eine Schicht, die 150 Meter hoch ist und Murray getauft wurde. Die sei wahrscheinlich durch Flüsse gebildet worden, die Sand und Schlick in einer Mündung angeschwemmt haben, erklären die Wissenschaftler. Später habe der Wind die Formation abgeschliffen und geformt. Wasser im Boden hat Curiosity schon 2013 gefunden

Forscher lösen Rätsel des Mount Sharp

Warum der fünf Kilometer hohe Mount Sharp in einem Krater sitzt, beschäftigt die Forscher schon lange. „Wir sind dabei, das Rätsel des Mount Sharp zu lösen“, sagte Curiosity-Wissenschaftler John Grotzinger. „Wo jetzt ein Berg ist, waren möglicherweise früher viele Seen.“

Eine Erklärung für das Phänomen ist, dass einst eine viel dichtere Atmosphäre die Temperaturen auf dem Mars über den Gefrierpunkt gehoben hat. Auf dem Mars könnte einst ein Klima geherrscht haben, in dem an vielen Orten Wasserseen entstanden und über lange Zeit bestehen blieben, schlussfolgern die Wissenschaftler.

Curiosity klettert weiter den Berg hoch

Curiosity tourt bereits seit August 2012 über den Roten Planeten. Bereits im September hat er Sedimente vom Fuß des Mount Sharp eingesammelt. Nun arbeitet sich der Marsrover langsam den Berg hoch.

„Während Curiosity den Berg weiter hochklettert, versuchen wir mit einer Reihe von Experimenten herauszufinden, wie Atmosphäre, Wasser und Sedimente aufeinander eingewirkt haben“, erklärt John Grotzinger. „Wir wollen wissen, wie sich die Chemie in dem See mit der Zeit geändert hat.“

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Von Andrea Ziech
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kommentare
09.07.2016, 21:47 Uhr Siegie
Die Marssonde Mars Science Laboratoy kann niemals in die Marsumlaufbahn eingemündet sein!
Der Rover „Curiosity“ kann niemals auf dem Mars gelandet sein, weil die Marssonde Mars Science Laboratoy (kurz MSL) nicht in die Umlaufbahn des Mars eingemündet sein kann! Die Ursachen, Gründe und Fakten dafür sind folgende: Der Radius r des Mars beträgt ca. 3400 km und die Gravitationsbeschleunigung g dieses Planeten liegt bei rund 3,7 m/s². Über die Orbithöhe bei der vermeintlichen Einmündung in die Umlaufbahn des Mares konnte keine Information gewonnen werden. Danach müsste die Orbitgeschwindigkeit vo der Sonde um den Mars mindestens
vo=√r*g= √3400000 m*3,7 m/s² ≈ 3,5 km/s (1)
betragen haben. Und die Fluchtgeschwindigkeit vF im Schwerefeld des Mars beträgt minimal somit
vF= vo*√2= 3,5*1,41 km/s ≈ 5 km/s. (2)
Die Differenz von vf - vo beträgt somit ∆v=1,5 km/s. Nach Informationen von Wikipedia und der NASA soll die Masse der Marssonde ca. Mo= 3,5 t betragen haben. Gewöhnlich wird die Treibstoffkombination aus Hydrazin und Distickstofftetroxid genutzt, um Sonden abzubremsen. Somit konnte maximal eine effektive Ausströmgeschwindigkeit ve der Raketengase von maximal 3,2 km/s erzeugt werden. Daraus resultierte eine Treibstoffmenge zur Einmündung in die Marsumlaufbahn der Sonde von wenigstens
Mtr= Mo*[1-1: (e∆v:ve )]=3,5 kg* (1-1:2,720,47) = 1,3 t, (3)
um in die Marsumlaufbahn zu gelangen und überhaupt auf dem Mars landen zu könne. Es standen aber nur rund 0,34 t Raketentreibstoff nach NASA-Angaben zur Verfügung! Damit konnte der Rover Curiosity niemals auf dem Mars gelandet sein! Die Mission Curiosity war wirklich kurios!
Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen

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