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17.02.2015, 11:48 Uhr | 0 |

One-Way-Ticket zum Mars Potsdamer Student in dritter Runde ausgeschieden

Der 26-jährige Denis Newiak gehört nicht zu den 100 Auserwählten, die sich Hoffnungen auf die insgesamt 40 Plätze für eine dauerhafte Mars-Besiedlung machen können. In der dritten Auswahlrunde für das Projekt Mars One ist der Potsdamer nun ausgeschieden. Zwei weitere Deutsche sind allerdings noch im Rennen. 

Mars Vehikel
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Aus der Traum: Der 26-jährige Denis Newiak aus Deutschland ist in der dritten Auswahlrunde ausgeschieden. Für ihn wird es kein One-Way-Ticket zum Mars geben. 

Foto: Mars One

Er wollte hoch hinaus. Nun bleibt er am Boden. Erst am Freitag berichtete ingenieur.de über den Potsdamer Studenten Denis Newiak, der gerne bei der Mission der niederländischen Stiftung Mars One dabei gewesen wäre, die ab 2024 nach und nach Menschen auf den Roten Planeten schicken möchte – für immer. Bei der Auswahl am Montag, die unter anderem mit persönlichen Video-Interviews durchgeführt wurde, hat es der 26-Jährige nicht unter die letzten 100 Bewerber geschafft, die gute Chancen auf den Flug zum Roten Planeten haben.

"Auch wenn ich selbst nicht mehr im Rennen um eines der möglichen One-Way-Tickets bin, möchte ich dem Projekt und den angehenden Marsianer/innen maximale Erfolge wünschen", teilt der Student der Filmwissenschaft auf seiner Webseite mit.

Videoquelle: Mars One

Seinen Idealismus hat der ausgebildete Tanzlehrer aufgrund des Ausscheidens aber nicht verloren: "Auch in Zukunft möchte ich weiterhin dafür werben, dass dieses Vorhaben die Chance für einen breiten Diskurs über die gesellschaftlichen Probleme nutzt und der wissenschaftliche Anspruch auch im weiteren Verlauf immer im Mittelpunkt steht", schreibt Newiak.

Im August 2013 hatte sich der damals 24-Jährige mit einem einminütigen Video beworben. Er bestand zwei Auswahlrunden und kam von ursprünglich mehr als 220.000 Menschen unter die letzten 660.

MIT kritisiert Mars-Mission

Mit dem geplanten Start in neun Jahren will das Projekt vorerst vier Siedler auf den Mars schicken, die dort 2025 ankommen sollen. Im Zwei-Jahres-Rhythmus sollen jeweils weitere Menschen folgen. Die Mission Mars One will erstmals das Wagnis eingehen, eine dauerhafte menschliche Kolonie aus insgesamt 40 Personen auf dem Roten Planeten aufzubauen.

Kritik an dem Vorhaben kam unter anderem vom Massachusetts Institute of Technology (MIT). In einer simulierten Machbarkeitsstudie arbeiteten MIT-Studenten heraus, dass frühe Todesfälle während der Mars-One-Mission wahrscheinlich seien. Genauer:  bereits 68 Tage nach der Landung. Der Simulation zufolge würde ein Zuviel an Sauerstoff aufgrund angebauter Pflanzen zum Tod erster Teilnehmer führen.

Unter den vorerst ausgewählten 50 Frauen und 50 Männern befinden sich laut Liste der Stiftung auch zwei Deutsche: der 36-jährige Lennart Lopin sowie der 27-jährige Robert P. Schröder. Letzterer studiert Elektrotechnik an der Hochschule Darmstadt, Lopin lebt mit Frau und Kindern in Florida. 

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Von Jan-Martin Altgeld
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