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21.09.2013, 08:12 Uhr | 1 |

Zu wenig Methan Curiosity-Mission: Leben auf dem Mars ist unwahrscheinlich

Die Hoffnung, dass es Leben auf dem Mars gibt, hat einen Dämpfer bekommen: Der NASA-Rover „Curiosity“ fand nur kleine Spuren von Methan auf dem roten Planeten. Methanvorkommen könnten einen Hinweis auf vorhandenes oder vergangenes Leben geben.

Curiosity mit abnehmbarem Schlangenarm
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Curiosity auf der Suche nach Leben auf dem Mars: Der Forschungsrover der NASA hat auf dem Mars nur geringe Spuren von Methan gefunden, das auf Leben hinweisen würde. Unten auf der Fotomontage zu sehen ist ein schlangenförmiger Roboter, den norwegische Wissenschaftler als Ergänzung des Rovers für unwegsames Gelände entwickelt haben.

Foto: James Steidl/Shutterstock.com

Nach Beobachtungen von der Erde aus waren Wissenschaftler bislang von ganzen Methan-Wolken ausgegangen. Curiosity hatte mit einem speziellen Messgerät nach dem Gas gesucht. Auf der Erde entsteht Methan bei Stoffwechselprozessen von Pflanzen und Tieren, deshalb gilt es als Hinweis auf Leben. Die Auswertung der Daten, die der Forschungsroboter sammelte, ergab jedoch, dass in der Mars-Atmosphäre nur ein Sechstel der Methan-Mengen vorkommen, die vorher geschätzt worden waren.

Spuren müssten vorhanden sein

Danach halten es NASA-Wissenschaftler nun für unwahrscheinlich, dass es auf dem roten Planeten mikrobielles Leben gibt, von dem Methan produziert wird. „Wenn Mikroorganismen irgendwo auf dem Mars gelebt hätten, dann müsste man Spuren davon in der Atmosphäre finden“, so Paul Mahaffy, Wissenschaftler am NASA-Raumfahrtzentrum Goddard im Fachmagazin „Science“.

Zuversichtlicher zeigt sich Michael Meyer, führender NASA-Wissenschaftler für die Erforschung des Mars’. „Dieses Ergebnis reduziert die Wahrscheinlichkeit von Methan-produzierenden Mars-Mikroben“, sagt er. „Aber das ist ja nur ein Stoffwechsel-Typ. Soweit wir wissen, gibt es schon auf der Erde viele Arten von Mikroben, die kein Methan produzieren.“

Der NASA-Rover Curiosity war vor rund einem Jahr auf dem Mars zu seiner Mission gestartet. Insgesamt sechs Mal sammelte er auf seiner Fahrt über den roten Planeten Proben für die Untersuchung auf Methan ein.

Roboter-Schlange soll Curiosity unterstützen

In Zukunft bekommt Curiosity bei seiner Mars-Mission möglicherweise Hilfe: Eine Roboter-Schlange soll ihn begleiten und dort Proben entnehmen, wo der Rover nicht hinkommt. Die norwegische Forschungsorganisation Sintef überprüft für die Europäische Weltraumagentur ESA verschiedene Möglichkeiten, wie die Mars-Mission an Bodenproben gelangen könnte.

Die norwegischen Wissenschaftler sind der Ansicht, ein schlangenartiger Roboter könne einige Nachteile eines Rovers ausgleichen. Vorstellbar sei etwa ein schlangenartiger Arm des Rovers, der sich abkoppeln lässt und mit der Sonde über ein Kabel verbunden bliebe. Mit schlangenartigen Robotern hat die Sintef bereits Erfahrung: Die Wissenschaftler entwickelten ein solches Gerät mit dem Namen „Wheeko“. Im Dezember will die Organisation die Machbarkeitsstudie an die ESA übermitteln.

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Von Andrea Ziech
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kommentare
09.07.2016, 21:46 Uhr Siegie
Die Marssonde Mars Science Laboratoy kann niemals in die Marsumlaufbahn eingemündet sein!
Der Rover „Curiosity“ kann niemals auf dem Mars gelandet sein, weil die Marssonde Mars Science Laboratoy (kurz MSL) nicht in die Umlaufbahn des Mars eingemündet sein kann! Die Ursachen, Gründe und Fakten dafür sind folgende: Der Radius r des Mars beträgt ca. 3400 km und die Gravitationsbeschleunigung g dieses Planeten liegt bei rund 3,7 m/s². Über die Orbithöhe bei der vermeintlichen Einmündung in die Umlaufbahn des Mares konnte keine Information gewonnen werden. Danach müsste die Orbitgeschwindigkeit vo der Sonde um den Mars mindestens
vo=√r*g= √3400000 m*3,7 m/s² ≈ 3,5 km/s (1)
betragen haben. Und die Fluchtgeschwindigkeit vF im Schwerefeld des Mars beträgt minimal somit
vF= vo*√2= 3,5*1,41 km/s ≈ 5 km/s. (2)
Die Differenz von vf - vo beträgt somit ∆v=1,5 km/s. Nach Informationen von Wikipedia und der NASA soll die Masse der Marssonde ca. Mo= 3,5 t betragen haben. Gewöhnlich wird die Treibstoffkombination aus Hydrazin und Distickstofftetroxid genutzt, um Sonden abzubremsen. Somit konnte maximal eine effektive Ausströmgeschwindigkeit ve der Raketengase von maximal 3,2 km/s erzeugt werden. Daraus resultierte eine Treibstoffmenge zur Einmündung in die Marsumlaufbahn der Sonde von wenigstens
Mtr= Mo*[1-1: (e∆v:ve )]=3,5 kg* (1-1:2,720,47) = 1,3 t, (3)
um in die Marsumlaufbahn zu gelangen und überhaupt auf dem Mars landen zu könne. Es standen aber nur rund 0,34 t Raketentreibstoff nach NASA-Angaben zur Verfügung! Damit konnte der Rover Curiosity niemals auf dem Mars gelandet sein! Die Mission Curiosity war wirklich kurios!
Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen

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