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21.05.2013, 07:00 Uhr | 0 |

Starkes Wachstum Britische Regierung forciert die Entwicklung unbemannter Flugzeuge

Unbemannte Flugzeuge könnten nach Einschätzung der französischen und britischen Flugzeugindustrie das Wachstum der Branche zusätzlich beflügeln: Nach einer Studie der Universität Southampton werden 2020 weltweit unbemannte Flugzeuge im Wert von 55 bis 62 Milliarden US-Dollar verkauft.

Unbemanntes Flugzeug
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Für die amerikanische Küstenwache hat Bell das unbemannte Flugzeug Eagle Eye entwickelt, das 2006 erstmals geflogen ist. Eagle Eye kann sogar vertikal starten und landen, fliegt bis zu 370 km/h schnell und kann fünfeinhalb Stunden in der Luft bleiben.

Foto: United States Coast Guard

Die britische Regierung sorgt dafür, dass Unternehmen von der Insel von dem Boom profitieren und hat für einschlägige Entwicklungsarbeiten 73 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Koordiniert werden die Arbeiten von Astraea, einem 2006 gegründeten Unternehmen.  Zu den bekannten Firmen, die mitarbeiten, gehören BAE Systems, das größte europäische Wehrtechnikunternehmen,  der Triebwerkbauer Rolls Royce, der Auftrags-Forschungskonzern Qinetiq aus Großbritannien sowie der französische Elektronik- und Wehrtechnik-Konzern Thales.

Das starke Engagement der Wehrtechnikfirmen bei Astraea hat zwei Gründe. Zum einen fallen seit Jahren in zahlreichen Ländern die Militärbudgets. Das trifft die Lieferanten. Zum anderen aber hat die militärische Entwicklung und Fertigung bei unbemannten Flugzeugen bereits eine erhebliche Größenordnung erreicht. Mehr als ein Dutzend Länder verfügen inzwischen über unbemannte Militärflugzeuge.

Unbemannte Flugzeuge zur Überwachung von Vulkanen und Küsten

Eingesetzt werden sie gegenwärtig am meisten in Afghanistan. Vor diesem Hintergrund bemühen sich die Hersteller nun zivile Verwendungen zu erschließen. Dabei wird anfänglich vor allem auf die Überwachung von Küsten und Grenzen durch Polizei, Zoll und andere Behörden gedacht. Ein Vorteil unbemannter Flugzeuge ist, dass keine Piloten in Gefahr gebracht werden. Unbemannte Flugzeuge können auch aktive Vulkane überwachen und sich in sehr langen Einsätzen in Katastrophenzonen bewegen, von wo sie laufend Bilder und Daten zu Temperaturen, zur Radioaktivität oder dem Aschegehalt in der Luft liefern können.

Fliegende Kleinstfrachter für lebenswichtige Güter

Fliegende Kleinstfrachter sind für den schnellen Transport von Blutkonserven  zwischen Krankenhäusern und Katastropengebieten geplant. Große Frachter sollen im Laufe der Zeit die heutigen Frachtflugzeuge ersetzen. Anreiz ist unter anderem die Einsparung der Besatzungen. Für einschlägige Entwicklungsarbeiten werden mehr und mehr Ingenieure benötigt – angefangen von Aerodynamikern bis hin zu Elektronikern vielfältiger Fachrichtungen.

Auf den ersten Blick sieht das nach Zukunftsvisionen aus. Die EU drängt aber schon auf die Eingliederung des Betriebs unbemannter Zivilflugzeuge in den für den kommerziellen Flugverkehr genutzten Luftraum. In Großbritannien haben schon erste Flüge unbemannter Zivilflugzeuge stattgefunden. Was Briten und Franzosen besonders bei der Entwicklung antreibt, ist die starke Stellung  sowohl der amerikanischen wie der israelischen Industrie, die beide ebenfalls auf diesen Markt setzen.

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Von Peter Odrich
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