17.11.2014, 08:33 Uhr | 0 |

Prime Air wächst Amazon sucht Piloten für Drohnen-Lieferservice

Amazon-Tochter Evi Technologies aus Cambridge sucht derzeit über Stellenanzeigen Ingenieure für den Drohnenlieferservice. Die Vision der Amazon Prime Air: Ein Produkt 30 Minuten nach Bestelleingang mit der Drohne zum Kunden fliegen.

In fünf Jahren könnte Amazon Prime Air starten
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Wenige Minuten nach Bestelleingang läuft das Produkt in einem Container auf einem Transportband unter die Drohne. Sie greift es und fliegt direkt zum Kunden. In fünf Jahren könnte Amazon Prime Air starten.

Foto: Amazon (Screenshot Ingenieur.de)

Evi Technologies sucht zwei Flight Operations Engineers, die Drohnentests planen und durchführen sollen. Mitbringen müssen Bewerber neben mehrjähriger Flugerfahrung einen Bachelor-Abschluss in einer Ingenieurswissenschaft und Erfahrung in der Flugsicherung. Ausgeschrieben ist zudem eine Stelle als Softwareentwickler, der für die Drohnen-Programmierung zuständig sein könnte.

Die Drohnenentwicklung läuft unter dem Namen Amazon Prime Air und zielt darauf ab, dass eine Bestellung binnen 30 Minuten nach Eingang bei Amazon per Drohne ausgeliefert wird. Der Service soll in fünf Jahren beginnen. Zur Navigation zum Kunden-Domizil ist von Amazon bislang nichts zu hören. Fachleute vermuten, dass sich Amazon Prime Air dabei der GPS-Daten der Stromzähler des Kunden bedienen könnte.

Entwicklungszentren in Seattle und Cambridge

Derzeit  betreibt Amazon für die Drohnenieferungen zwei Entwicklungszentren. Das eine arbeitet in Seattle in den Vereinigten Staaten, das andere in Cambridge in Großbritannien. Bisher gibt es zudem zwei Entwicklungsbüros in London und Edinburgh, die zusammengenommen schon mehrere hundert Computerfachleute beschäftigen.

Vor kurzem wurde mit dem Aufbau eines technischen Zentrums in Ost-London begonnen, das nach der Fertigstellung im Jahre 2016 rund 5000 Mitarbeiter beschäftigen soll.

Luftfahrtbehörden in Großbritannien sind weniger streng als in den USA

Natürlich drängt sich die Frage auf, warum sich Amazon für die Drohnenentwicklung so stark auf Großbritannien abstützt. Dabei spielt eine Rolle, dass sich die amerikanischen Behörden mit der Genehmigung der Test und der Entwicklung späterer Betriebsbedingungen außerordentlich schwer tun. Im Gegensatz dazu sind die Bedingungen der Zivilluftfahrtbehörde Civil Aviation Authority in Großbritannien leichter: Schon heute sind Drohnen bis zu eine Maximalgewicht von 20 Kilogramm bei niedrigen Flughöhen von jeglicher Regulierung ausgenommen, soweit sie nicht unmittelbar in Flughafennähe verkehren und nur in niedrigen Flughöhen unterwegs sind. Weiterentwickeln will Amazon die Drohnen übrigens auch in Indien.

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Von Peter Odrich
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