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18.10.2014, 08:14 Uhr | 0 |

Genauere Wetteranalysen Airbus baut Wettersatelliten im Wert von 1,3 Milliarden Euro für die ESA

Die europäische Weltraumorganisation ESA hat den Bau von sechs Hightech-Wettersatelliten bei Airbus Defence and Space in Auftrag gegeben. Auftragswert: 1,3 Milliarden Euro. Airbus fertigt die Weltraumdetektive bis 2021 in Toulouse und Friedrichshafen. 

Die erste Generation der MetOp-Satelliten
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Die erste Generation der MetOp-Satelliten kreist derzeit in erdnaher polarer Umlaufbahn in 820 Kilometern Höhe. Geostationäre Satelliten sind hingegen rund 35.000 Kilometer von der Erdoberfläche entfernt. 

Foto: ESA

Am Donnerstag unterzeichneten die Vertragsparteien den Auftrag, nachdem erste Verhandlungen bereits auf der International Air Show im Mai in Berlin stattgefunden hatten. „1998 wurden wir mit dem Bau der ersten Satellitengeneration beauftragt und auch für das MetOp-Programm der zweiten Generation hat sich die ESA erneut für Airbus entschieden“, sagt François Auque, Leiter von Airbus Space Systems. „Dieser Folgeauftrag zeigt das Vertrauen in unser Know-how und unsere Kompetenz, zuverlässige, hochmoderne Produkte termin- und budgetgerecht zu liefern.“

Neue Satelliten liefern 21 Jahre lang Wetterdaten 

Die neue MetOp-Generation soll 2021 zum Einsatz kommen und aus sechs Satelliten bestehen (A- und B-Satelliten). Sie übernehmen unterschiedliche Messaufgaben und liefern 21 Jahre lang Wetterdaten. Zehn verschiedene Messinstrumente decken neben dem sichtbaren auch den ultravioletten, den sichtbaren, den Infrarot- und den Mikrowellen-Spektralbereich ab. Dabei erreichen sie laut Airbus eine verbesserte spektrale und räumliche Auflösung.  

Fertigung in Toulouse und Friedrichshafen

Airbus baut die A-Satelliten im südfranzösischen Toulouse, die B-Serie am Airbus-Standort Friedrichshafen. Für das Projekt leitet der Konzern ein Konsortium von mehr als 100 Unternehmen aus 16 europäischen Ländern.

In 831 Kilometer Höhe gelangen sollen die vier Tonnen schweren Detektive per Einzelstarts. Sie umkreisen dann die Erde und liefern unter anderem Informationen über Ozongehalt, Windgeschwindigkeiten über dem Meer, Schneedecken und Niederschläge. Erstmals führen die Satelliten dafür auch völlig neue Instrumente mit an Bord: beispielsweise ein Instrument zur Erfassung von Eiswolken.

Viel kleiner gehen es hingegen Studenten aus Würzburg an. Sie haben Minisatelliten entwickelt und ins All geschickt, die die Fachwelt mit ihrer Robustheit beeindrucken. 

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Von Petra Funk
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