17.11.2014, 14:21 Uhr | 0 |

Facebook at work Zuckerberg experimentiert mit Facebook-Version für Unternehmen

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg reicht offenbar die Krone für das weltgrößte soziale Netzwerk nicht: Jetzt will er eine Facebook-Version für Unternehmen einführen. Auf der Plattform Facebook at work sollen sich Mitarbeiter vernetzen und berufliche Projektdaten austauschen – ein Angriff auf Microsoft, LinkedIn und Xing. 

Mark Zuckerberg als Kunstwerk (The Face of Facebook)
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Mark Zuckerberg bläst zum Angriff auf Microsoft, LinkedIn und Xing. Der Facebook-Gründer experimentiert mit einer Version des sozialen Netzwerks für die Unternehmenskommunikation. 

Foto: dpa/How Hwee Young

Die neue Plattform heißt Facebook at work und zielt auf die interne Kommunikation der Unternehmen: Mitarbeiter sollen dort gemeinsam an Dokumenten arbeiten und sich mit beruflichen Kontakten vernetzen, berichtet die Financial Times. Facebook teste den Dienst gerade mit Firmen, heißt es unter Berufung auf informierte Personen. Optisch soll sich die Plattform nicht großartig vom Mutterschiff unterscheiden.

Facebook-Mitarbeiter selbst erledigen Arbeit im Netzwerk

Zuckerberg will ein Stück der eigenen Unternehmenskultur weitergeben, bei der Mitarbeiter schon seit langem die eigene Facebook-Seite im Büroalltag nutzen. „Jeder bei Facebook nutzt Facebook auch bei der Arbeit“, erzählte ein Ex-Mitarbeiter dem US-amerikanischen Blog Techcrunch. „Die meiste Kommunikation und Planung läuft über Nachrichten und Gruppen. Es ist eine wirklich schnelle und effiziente Methode, um Dinge zu erledigen.“

Angriff auf Microsoft, LinkedIn und Xing

Dass sich König Facebook jetzt auf die Unternehmenskommunikation stürzt, dürfte vielen Konkurrenten Magenschmerzen bereiten. Microsoft beispielsweise gehört das Business-Netzwerk Yammer, bei dem sich Mitarbeiter mit ihrer geschäftlichen E-Mail-Adresse bei ihrem jeweiligen Unternehmensnetzwerk anmelden – rund vier Millionen nutzen das Netzwerk bereits, 20 Prozent haben kostenpflichtige Dienste abonniert.

ARCHIV - ILLUSTRATION - Durch die Gläser einer Brille ist am 16.11.2010 in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) der Schriftzug des sozialen Internet-Netzwerks Facebook auf einem Laptop zu sehen. Foto: Jens Büttner/dpa (zu dpa "Zeitung: Facebook nimmt Kommunikation in Unternehmen ins Visier") +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Trotz 1,3 Milliarden Usern kämpft Facebook immer noch mit Misstrauen beim Datenschutz. 

Foto: dpa/Jens Büttner

Not amused sind wahrscheinlich auch LinkedIn und Xing, die bisherigen Platzhirsche der Karriere-Netzwerke. 

Werden Unternehmen ihre Daten Facebook anvertrauen?

Den Konkurrenten bleibt zu hoffen, dass Facebook auf Anlaufschwierigkeiten stößt. Denn dem Netzwerk schlägt trotz 1,3 Milliarden Nutzern nach wie vor Misstrauen in puncto Datenschutz und Privatsphäre entgegen. Vor einiger Zeit hat es beispielsweise heimlich mit eigenen Usern experimentiert, deren Newsstream verändert und damit eine Welle der Empörung ausgelöst. Whistleblower Edward Snowden stufte das soziale Netzwerk in einem Interview als gefährlich ein und empfahl, auf die Nutzung zu verzichten.

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Von Patrick Schroeder
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