17.04.2013, 14:15 Uhr | 0 |

Google Glasses Vorserienmodell: Erste Cyberbrillen produziert

Das ganze Internet tanzt auf der Nase rum: Google hat nach Angaben des Technikblogs Mashable erste Datenbrillen in Vorserie produziert. Registrierte Teilnehmer für die Brille können sich von den Funktionen überzeugen.

Google Datenbrille
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Google Glass auf der Homepage: In diesem Design präsentiert das Unternehmen die Cyberbrille, die jetzt in Vorserie produziert wird.

Foto: Google

„Die Hardware und Software ist fertig. Wir sehen jetzt gerade die ersten wenigen Geräte aus der Fertigungsstraße kommen", schrieb das Google-Glass-Team in einer E-Mail an seine 2.000 ersten Kunden. Aus der Idee einer Datenbrille „Google Glass“ ist das erste Vorserienmodell geworden: eine schmale Brille, die Filme und Fotos macht sowie Daten speichert. Google veröffentlichte erste technische Details wie die Programmierschnittstelle und die Android-App. Die ersten der 2.000 registrierten Teilnehmer können das Vorserienmodell bald testen. Bereits auf Googles Entwicklerkonferenz 2012 haben sie das Vorläufermodell für 1.500 Dollar bestellt. Informationen über die Auslieferung ihrer Brille erhalten sie per Mail. Noch sind nicht alle 2.000 Brillen produziert worden. "Wir stellen genug für jeden her, aber nur ein Teil ist heute fertig. Daher werden wir Sie in Wellen informieren", so Google.

Der Träger der Cyberbrille  sieht ein Bild vor seinen Augen, das dem eines 25 Zoll großen HD-Bildschirmes aus 2,5 Metern Entfernung entspricht. Die Bilder werden über einen Mini-Beamer gezeigt. Dabei wird das Licht in ein Prisma vor dem Auge geschickt.

Nur mit App „MyGlass“  funktionstüchtig

Für eine Verbindung zum Smartphone wird die App „MyGlass“ benötigt. Nur mit diesem Mini-Programm kann die Brille in Betrieb genommen werden. Welche Funktionen mit der Brille möglich sind, zeigt die Anwendung. Die Nutzung der Brille entspricht der eines Computers: Der Brillenträger kann eine Internetverbindung herstellen, telefonieren und SMS versenden. Als Betriebssystem wird mindestens das Ice Cream Sandwich Android 4.0.3 benötigt. Der Flash-Speicher der Brille wird eine Größe von 16 Gigabyte haben. Davon stehen dem Nutzer 12 Gigabyte zur Verfügung.

Keine klassischen Kopfhörer oder Lautsprecher

Nutzer der Google-Datenbrille benötigen keine Kopfhörer, um beispielsweise Musik zu hören. Die Töne werden über den so genannten Knochenschall übertragen. Dieses Verfahren wurde bisher nur bei der Nutzung von Hörgeräten eingesetzt. Die Schwingungen der Geräusche werden mechanisch durch das Brillengestell an den Schädel weitergeleitet. Dabei sind diese Schwingungen nicht spürbar. Der Nutzer nimmt sie als Geräusche wahr.

Da die Sehfähigkeit beeinträchtigt werden kann, sollen Kinder unter 13 Jahren die Brille nicht benutzen. Das gleiche gilt für Menschen, deren Augen mit einem Laser operiert wurden.

Inwiefern das Vorserienmodell vom Endprodukt abweichen wird, ist nicht bekannt. Der Preis soll dann auf jeden Fall unter 1.500 Dollar liegen.

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Von Petra Funk
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