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12.03.2014, 14:29 Uhr | 0 |

Fahren wie auf der Carrerabahn Volvo will Fahrzeuge mit Magneten auf der Straße halten

Wie auf einer Carrerabahn sollen Autos künftig mit Magneten auch auf echten Straßen in der Spur gehalten werden. Der schwedische Autohersteller Volvo hat das in einem Forschungsprojekt getestet. Volvo sieht in der Technik den Schlüssel für die Einführung selbstfahrender Autos.

Navigationstechnik von Volvo
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Volvo testet derzeit das autonome Fahren mit Hilfe von in die Fahrbahn eingelassenen Magneten. Diese sollen das Auto wie auf Schienen sicher in der Spur halten. 

Foto: Volvo

Zuverlässige und genaue Bestimmung der Position ist die zentrale Frage bei der Einführung autonomer Autos. Das gängige GPS-System für die Positionsbestimmung hat aber Grenzen: Physische Hindernisse oder ungünstiges Wetter machen die Ortung von oben per Satellit und Kamera schwierig.

Magneten werden in die Fahrbahn eingelassen

Gemeinsam mit der schwedischen Verkehrsbehörde Trafikverket startete Volvo deshalb ein Forschungsprojekt, um die Ortung durch den Einsatz von Magneten zu erproben. Dafür errichteten die Volvo-Forscher auf dem firmeneigenen Testgelände in Hällered bei Göteborg zunächst eine 100 Meter lange Versuchsstrecke. 20 Zentimeter tief in die Fahrbahn eingelassen befinden sich 4 mal 1,5 Zentimeter große Magnete, die das Testfahrzeug mit mehreren Magnetfeldsensoren erfassen kann.

Getestet wurden die Reichweite der Magnete, Zuverlässigkeit, Haltbarkeit, Kosten und die Auswirkungen auf die Instandhaltung der Straßen. „Die Magnete erzeugen unsichtbare Schienen und ebnen einer präzisen Positionsbestimmung mit einer Abweichung von unter zehn Zentimetern buchstäblich den Weg“, sagt Jonas Ekmark, bei Volvo zuständig für vorbeugende Sicherheit. „Wir haben die neue Technik bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten mit vielversprechenden Ergebnissen getestet.“

Pilotprojekt zum autonomen Fahren

Diese Technik ist für den schwedischen Autobauer auch in einem weiteren Zusammenhang wichtig: Volvo engagiert sich in einem Pilotprojekt zum autonomen Fahren auf öffentlichen Straßen in und um Göteborg. An diesem Projekt nehmen 100 selbstfahrende Volvo-Autos teil.

Die Testergebnisse mit den Magneten zeigen für Ekmark deutliches Potenzial, um die Sicherheit zu erhöhen. Gleichzeitig böten sich aber auch Vorteile bei der Entwicklung selbstfahrender Fahrzeuge. „Nach unseren bisherigen Erfahrungen sind die Magnete eine effiziente, zuverlässige und vergleichsweise günstige Lösung im Hinblick auf die Infrastruktur wie auch auf die Sensortechnik im Fahrzeug“, sagt Ekmark. Als nächster Schritt seien Tests im normalen Verkehr vorgesehen. 

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Von Andrea Ziech
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