29.08.2013, 08:00 Uhr | 0 |

Apple gegen Google Siri lästert über Google Glass – der hat bereits eine andere

Ihre Revierkämpfe lassen Apple und Google inzwischen auch über ihre virtuellen Produkte austragen: Wer Apples persönliche Sprachassistentin Siri auf Googles Datenbrille Glass anspricht, erhält spöttische Antworten. Google Glass trägt die Abfuhr mit Fassung und erklärt, er habe sich sowieso in eine andere verliebt.

Für ein Lächeln sorgen bisweilen die spitzfindigen Antworten von Apples Sprachassistentin Siri.
Á

Witzige und durchaus spitzfindige Antworten liefert Apples Sprachassistentin Siri, wenn sie auf Google Glass angesprochen wird. 

Foto: dpa/Franziska Kraufmann

Es ist eine altbekannte Geschichte: Die Kinder verfeindeter Familien tragen die Fehde ihrer Elternhäuser in die nächste Generation. Neu ist in dieser aktuellen Auflage des Klassikers  allerdings der Austragungsort, denn gefochten wird hier ausschließlich in der virtuellen Wirklichkeit.

Eine Sprachassistentin mit Persönlichkeit

Mit den Verbalattacken angefangen hat Siri, die persönliche Sprachassistentin von Apple. Über sie kann der Nutzer mit seinem iPhone kommunizieren, Termine anlegen, einen Anruf starten oder die Weckzeit eingeben. Die praktische Assistentin lässt dabei durchaus eine eigene „Persönlichkeit“ durchblitzen und hat humorvolle Antworten parat:
„Warum bin ich auf der Welt?“ „Das weiß ich nicht. Ehrlich gesagt habe ich mich das auch schon gefragt.“

„Was hast du an?“ „Aluminosilikatglas und rostfreien Edelstahl. Schick, nicht?“
„Willst du mich heiraten?“ „Meine Endnutzervereinbarung sieht keine Heirat vor. Tut mir leid.“
„Kannst du jemanden für mich umbringen?“ „Ich habe drei psychologische Beratungsstellen gefunden, zwei davon ganz in deiner Nähe.“

Seit kurzem kann Siri auch zum Thema Google Glass ein paar Seitenhiebe austeilen. Die neue Datenbrille, die 2014 in einer Testversion auf den Markt kommt, hat ein Display direkt vor dem Auge. Mit einer Fingerbewegung am Gestell der Brille macht der Träger Fotos und Videos, liest seine Mails, ruft Termine ab oder aktiviert die Google-Suche. Die Sprachsteuerung der Brille weckt der Nutzer mit dem Befehl „OK Glass“ auf.

Derselbe Befehl, auf einem iPad oder iPhone eingegeben, ruft bei Siri spöttische Reaktionen hervor: „Glass? Ich glaube, du hast den falschen Assistenten“, „Ich glaube, das Glas(s) ist halb leer“, oder „Hör auf, mich an deiner Stirn festschnallen zu wollen. Das funktioniert nicht“.

Google Glass hat sich unsterblich verliebt – in eine andere

Google Glass pariert den Hohn nun seinerseits mit einer passenden Abfuhr und dem Hinweis auf eine attraktivere Konkurrentin. Ein Konzern-Sprecher übermittelte die Antwort von Google-Glass: „Siri, es ist nicht deine Schuld, sondern meine. Weißt du, ich habe vor kurzem Google Voice Search getroffen und mich unsterblich verliebt. Sie hört mir nicht nur zu, sondern versteht mich auch.“

Selbst wenn Siri daran noch eine Weile zu knabbern hat, wird die Dame den verbalen Schlagabtausch gewiss nicht vorschnell verloren geben. Es sieht also ganz nach einer Fortsetzung der lang anhaltenden Fehde aus. Überraschende Wendungen, das hat uns die Geschichte gelehrt, sollten jedoch nicht ausgeschlossen werden. Es wäre nicht das erste Mal, dass die beiden Kinder verfeindeter Familien sich irgendwann näher kommen, ihre Zuneigung füreinander entdecken und für ihre Liebe kämpfen. Solche Geschichten haben allerdings auch nicht immer ein Happy End.

Anzeige
Von Gudrun von Schoenebeck
Zur StartseiteZur Startseite
schlagworte: 
kommentare

Aktuell wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben. Loggen Sie ich ein oder melden Sie sich neu an, wenn Sie noch keine Zugangsdaten haben
> Zum Login     > Neu anmelden