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16.12.2014, 11:54 Uhr | 0 |

WhatsApp auch fürs Desktop? Niederländisches IT-Portal findet Hinweise zu geplantem Web-Zugang

Der Messenger-Dienst WhatsApp arbeitet offenbar daran, eine Version für das Web anzubieten. WhatsApp-Nutzer wären dann nicht mehr gezwungen, über ihr Smartphone zu kommunizieren. 

WhatsApp Messenger
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Bislang kann WhatsApp nur übers Smartphone genutzt werden. Offenbar arbeitet das Unternehmen aber an einer Web-Version. 

Foto: Jens Kalaene/dpa

Blogger des niederländischen IT-Portals AndroidWorld wollen im Netz Hinweise gefunden haben nach denen WhatsApp anderen Nachrichten-Diensten folgen will und eine Desktopanwendung plant. Nutzer könnten dann auch über Computer oder Tablet ohne Angabe einer Mobilnummer kommunizieren.

Etwa 600 Millionen Menschen weltweit nutzen derzeit den Instant Messenger WhatsApp als Kommunikationsmittel und versenden Nachrichten, Bilder und Videos via Smartphone. Seit der Übernahme durch Facebook fürchten jedoch viele User mangelnden Datenschutz. Um WhatsApp nutzen zu können, muss man sich mit einer auf der SIM-Karte hinterlegten mobilen Telefonnummer anmelden. Es besteht also Handy-Zwang, um über WhatsApp kommunizieren zu können.

Beta-Tester arbeiten über Google-Konten

Androidworld.nl will einen Quellcode erkannt haben, der auf eine Betaversion 2.11.471 von WhatsAppWeb schließen lässt. Textfragmente und Hinweise zur Entwicklung der Web-Variante zeigen offenbar, wie der mobile Dienst WhatsApp in der Webversion funktionieren soll. Androidworld.nl hat sogar Grafiken und HTML-Code gefunden. Beim Aufruf von web.whatsapp.com wird man über die URL zum Google-Konto-Login weitergeleitet. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass es bereits Beta-Tester über Google-Konten gibt.

Wie die Webanwendung von WhatsApp tatsächlich funktionieren wird ist noch unklar. Es ist nicht ersichtlich, wie die Authentifizierung der Nutzer geregelt werden soll.

Konkurrenz loggt sich mit Code ein

Konkurrenzdienste wie Telegram, Skype oder Facebook Messenger bieten die Nutzung sowohl mobil als auch über das Web an. Bei Telegram und Wire wird beispielsweise ein Login-Code an eine angegebene Telefonnummer gesendet, die der Nutzer dann in den Browser eingibt.

Facebook soll nach Informationen des Telegram-Messenger-Gründers Pawel Durow Anfang des Jahres versucht haben, dessen Webentwickler für WhatsApp zu gewinnen. Das US-amerikanische Unternehmen selbst hat bisher noch keine offizielle Ankündigung für eine WhatsApp-Version auf dem Desktop-Computer abgegeben.

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Von Petra Funk
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