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29.05.2015, 15:14 Uhr | 0 |

Entwicklerkonferenz I/O 2015 Neues aus dem Google-Universum

Auf seiner alljährlichen Entwicklerkonferenz I/O in San Francisco hat Google verschiedene Neuheiten vorgestellt. Vor allem der Bilder-Speicherdienst Google Photos lässt die Nutzer aufhorchen – allerdings auch die Datenschützer. Ebenfalls gewährte das Unternehmen Einblicke in die künftige Android-Version und will seinen Kunden das Erstellen von virtuellen Videos erleichtern. 

Google-Produktchef Sundar Pichai auf der Google I/O in San Francisco
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Google-Produktchef Sundar Pichai auf der Google I/O: Zur der Entwicklerkonferenz sind rund 6000 Teilnehmer nach San Francisco gekommen. 

Foto: Christoph Dernbach/dpa

Diverse Neuheiten und Änderungen stellten die Google-Manager im Moscone Center in San Francisco auf der Entwicklerkonferenz vor. Ingenieur.de erklärt die wichtigsten: 

Google Photo

Ein unbegrenzter virtueller Speicher für Videos und Bilder – mit diesem Versprechen lockt Google seine Nutzer, dem Suchmaschinengiganten auch persönlichste visuelle und audiovisuelle Aufnahmen anzuvertrauen. Ruhig alles, was die heimischen Festplatten hergeben. Schließlich ist die Kapazität des Speichers tatsächlich nach oben offen. Egal ob Giga- Terra- oder Petabyte.

Allerdings ist Google Photo mehr als ein simpler Cloud-Speicher. Die App sortiert hochgeladene Fotos und Videos nach Aufnahmeorten und Datum. Auf Wunsch können aus dem Material vollautomatisch Animationen, Collagen oder Filme erzeugt werden.

Das Logo der Entwicklerkonferenz Google I/O, aufgenommen am 28.05.2015 im Moscone Center West in San Francisco, USA. Zur Entwicklerkonferenz Google I/O 2015 sind rund 6000 Teilnehmer nach San Francisco gekommen. Foto: Christoph Dernbach/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Das Logo der Entwicklerkonferenz Google I/O, aufgenommen am 28. Mai 2015 im Moscone Center West in San Francisco.

Foto: Christoph Dernbach/dpa

Zum Staunen oder zum Gruseln – je nach Ansicht – sind ferner die analytischen Fähigkeiten von Google Photo. Wie in San Fransisco demonstriert wurde, gelingt es der App äußerst treffsicher, aus Tausenden Fotos ein und dieselbe Person in unterschiedlichen Lebensstadien zu erkennen – ob im Greisenalter oder sogar als Baby. Nein, verschlagwortet mussten die digitalen Bilddateien dafür vorher nicht sein.

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Ein Teilnehmer der Entwicklerkonferenz Google I/O 2015 betrachtet eine Sammlung von Android-Geräten. Das Spektrum reicht von Smartphones über so genannten Phablets bis hin zu größeren Tablet-Computern. 

Foto: Christoph Dernbach/dpa

Ebenfalls ohne Schlagworte gelingt der App folgendes Kunststück: Der Aufforderung 'Suche Winterfotos aus Toronto' kommt Google Photo tadellos nach. Es scheint, als könnte die App tatsächlich sehen. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass der Suchmaschinen-Gigant schnell versuchen wird, anhand hochgeladener Fotos und Videos Rückschlüsse auf die jeweilige Person zu ziehen und ihr personalisierte Werbung anbietet.

Eine Einschränkung bringt die App aber doch mit sich: Fotos dürfen eine Größe von 16 Megapixeln nicht überschreiten, Video-Dateien können maximal in Full-HD-Auflösung hochgeladen werden. 

M: die neue Android-Version

Vorweg: Eine offizielle neue Version von Googles mobilem Betriebssystem wird erst in der zweiten Jahreshälfte erwartet. Die nun vorerst für die Entwickler freigegebene Variante bezeichnet Google als "M", was dem Vernehmen nach für "Milky Way" stehen könnte. Ob die finale Version aber auch tatsächlich M heißen wird, ist nicht klar.

ARCHIV - Besucher stehen an den Ständen von Partnerfirmen bei der Entwicklerkonferenz Google I/O am 25.06.2014 in San Francisco. Auf der Konferenz Google I/O 2015 stehen praktische Hinweise für die Google-Partner im Vordergrund. Foto: Andrej Sokolow/dpa (zu dpa:"Google auf der Suche nach neuen «Ponytricks» beim Geldverdienen" vom 25.05.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Besucher stehen an den Ständen von Partnerfirmen bei der Entwicklerkonferenz Google I/O 2014 in San Francisco. Auf der Konferenz Google I/O 2015 stehen praktische Hinweise für die Google-Partner im Vordergrund.

Foto: Andrej Sokolow/dpa

Klar ist aber schon jetzt, dass Google in Sachen Bevormundung ein wenig Einsicht zeigt und den Nutzern zumindest etwas mehr Hoheit über ihre Apps gestattet. Das äußert sich darin, dass Smartphone- oder Tablet-Besitzer nun selbst entscheiden können, welche genauen Zugriffsrechte sie einer App gewähren und welche nicht. Bislang ließen sich einzelne Bereiche (etwa Zugriff auf das Mikrofon, das Adressbuch oder die Fotoalben) nicht unabhängig von den anderen ausschließen. Die Konkurrenz kann das weitgehend schon lange.

Eine Funktion mit dem Namen Doze sorgt dafür, dass Mobilgeräte, auf denen Android M aufgespielt ist, in Nutzungspausen in eine Art Dämmerschlaf fallen. Das soll die Akkulaufzeit glatt verdoppeln.

Jump: VR-Videos für jedermann

Bereits 2014 stellte Google sein "Cardboard" vor – eine faltbare Pappschachtel, die ein Smartphone in eine Virtual-Reality-Brille verwandeln soll.

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Google und der Kamerahersteller GoPro haben am 28. Mai in San Francisco auf der Entwicklerkonferenz Google I/O 2015 das VR-System Jump präsentiert. Mit Hilfe einer Software von Google können die Bilder der 16 Kameras zu einem Virtual-Reality-Film zusammengesetzt werden, der dem Zuschauer einen 360-Grad-Perspektive ermöglicht. 

Foto: Christoph Dernbach/dpa

Mit einem Konzept namens Jump bietet Google nun einen Bausatz aus GoPro-Kameras an, der es den Nutzern erlauben soll, eigene VR-Videos zu drehen. Aber auch eine bereits fertige Version des Herstellers GoPro wurde angekündigt.

Brillo: Heim-Automation leicht gemacht

Mit dem Ziel, Boden auf dem umkämpften Markt der sogenannten Heim-Automation gut zu machen, hat Google Brillo vorgestellt. Das Android-basierte Betriebssystem für das Internet der Dinge wurde in Kooperation mit dem Startup-Unternehmen Nest entwickelt und soll die Steuerung aus der Ferne von Haus-Utensilien wie Ofen, Heizung, Licht oder Garagentor noch einfacher machen. Vor allem eine bislang mitunter lästige Konfiguration der vernetzten Heimgeräte soll mit Brillo wegfallen. 

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Von Jan-Martin Altgeld
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